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09.09.2019 | Wechselwirkungen | Schwerpunkt: Monoklonale Antikörper | Ausgabe 10/2019

Der Internist 10/2019

Therapie mit monoklonalen Antikörpern in der Gastroenterologie

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 10/2019
Autoren:
Dr. med. Philipp Dobsch, Bernhard Michels, Prof. Dr. med. Martina Müller-Schilling, PD Dr. med. Arne Kandulski
Wichtige Hinweise

Redaktion

J. Mössner, Leipzig
A. Neubauer, Marburg

Zusammenfassung

Monoklonale Antikörper finden im klinischen Alltag vielfältigen Einsatz in der Therapie verschiedener gastroenterologischer onkologischer und infektiologischer Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts. Die Hauptindikationen liegen in der Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen und in der Onkologie. Ein neues Einsatzgebiet in der Infektiologie ist die Therapie der rekurrierenden Clostridium-difficile-Kolitis. In der Nomenklatur der monoklonalen Antikörper weisen die Endungen der Substanzen auf die Herstellung bzw. den Grad der „Humanisierung“ der jeweiligen Antikörper hin („umab“: vollhumaner, rekombinanter Antikörper; „ximab“: chimärer Antikörper mit variabler muriner Domäne). Monoklonale therapeutische Antikörper sind in der Therapie der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vor allem gegen Ziele der inflammatorischen Kaskade (Tumor-Nekrose-Faktor‑α, Interleukin-12 und -23; α4β7-Integrine) sowie in der Onkologie gegen integrale Bestandteile von Signalwegen der Proliferation und/oder Neovaskularisation gerichtet (unter anderem gegen den „vascular endothelial growth factor“ [VEGF], VEGF-Rezeptor, „epidermal growth factor receptor“ und HER2/neu). Der vorliegende Übersichtsbeitrag soll einen umfassenden Überblick über die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten monoklonaler Antikörper bei gastroenterologischen Erkrankungen geben.

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