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01.09.2008 | Frauengesundheit in der Praxis | Ausgabe 9/2008

Der Gynäkologe 9/2008

Weibliche Genitalbeschneidung

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 9/2008
Autoren:
Prof. Dr. L. Beck, Prof. Dr. G. Freundl
Wichtige Hinweise
Prof. Freundl hat 5 Jahre in Nord-Nigeria in einem kirchlichen Entwicklungshilfeprojekt (Maternity-Hospital und Außenstationen, Hebammen-, Laborantenschule) gearbeitet und dort als Frauenarzt und Projektleiter viele Betroffene betreut.

Zusammenfassung

Die weibliche Genitalverstümmlung („female genital mutilation“, FGM) betrifft mehr als 130 Mio. Frauen. Nach internationalem Konsens sollte diese Tradition, die nicht an eine Religion gebunden ist, möglichst bald verboten werden. Wenn dies auch bisher, soweit aus westlicher Perspektive sichtbar, noch kaum umgesetzt worden ist, so belegen doch neuere Untersuchungen in Eritrea (F. Asefaw) Ansätze eines veränderten Problembewusstseins beispielsweise bei jüngeren Männern. Anders als in westlichen Kulturen wird die FGM aus Sicht der praktizierenden Ethnien positiv gesehen: als Maßnahme zum Erhalt der Keuschheit bis zur Ehe und damit zur Verbesserung von Heiratschancen wie Zukunftsperspektiven, als Initiationsritus und als Voraussetzung für gesellschaftliche Anerkennung, Wertschätzung in der Familie, ein Gefühl der Zugehörigkeit, als vor Krankheiten schützend und Fruchtbarkeit fördernd oder gar erst ermöglichend. Zu den langfristigen Wirkungen der FGM zählen psychische Traumatisierung, Vaginalstenosen, chronische Kolpitiden, Keloidbildung, Fertilitätsprobleme. Neben den akuten Komplikationen während der Geburt (verlängerte Austreibungsperiode, Blutungen, hypovolämischer Schock) treten auch langfristige postpartale Probleme (Fisteln, Inkontinenz) bei infibulierten Frauen deutlich häufiger auf.

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Weibliche Genitalbeschneidung

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