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24.10.2017 | Leitthema | Ausgabe 1/2018

Trauma und Berufskrankheit 1/2018

Weichteilsarkome der Extremitäten

Endoprothetische Versorgung und Funktionserhalt

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 1/2018
Autor:
Prof. Dr. A. Zeh

Zusammenfassung

Während vor etwa 3 Dekaden die Amputation als kurative Therapiestrategie regelhaft durchgeführt wurde, steht heute der Extremitätenerhalt im Fokus und führt in Kombination mit der adjuvanten Radiatio zu keiner höheren Rezidivrate.
Ein Extremitätenerhalt wird nur dann empfohlen, wenn tumorfreie Ränder zu erreichen sind und der Extremitätenerhalt zu einer besseren Funktion führt als eine Amputation. Die Modularität ist das besondere Merkmal von Tumorendoprothesen und bildet die Basis für die weitgehende Flexibilität des Operateurs sowie die umfassenden Gelenk- und Knochenrekonstruktionsmöglichkeiten. Die Erfolge der Entwicklung von modularen Tumorprothesen müssen vor dem Hintergrund der Komplikationen und Revisionsraten diskutiert werden.
In Studien zu Megaprothesen der unteren Extremität wurde über eine 10-jährige Standzeit von 77–100 % und über eine 10-Jahres-Fehlerrate von 22 % berichtet. Aufgrund der geringeren mechanischen Belastung sind die Ergebnisse an der oberen Extremität besser. Die Infektionsraten beim proximalen Humerusersatz sind gering. Demgegenüber stehen Infektionsraten von etwa 20–25 % beim proximalen oder distalen Femurersatz bzw. proximalen Tibiaersatz. Funktionelle Einschränkungen sind insbesondere an der unteren Extremität und dort speziell beim proximalen Tibiaersatz zu erwarten, während die Ergebnisse nach proximalem Femurersatz und an der oberen Extremität gut sind.
Studien zur Lebensqualität nach Extremitätenerhalt durch Tumorprothesen sollten auch die Problematik der Komplikations- und Revisionsrate sowie funktionelle Aspekte berücksichtigen, um belastbarere Aussagen für die Entscheidung Amputation vs. Extremitätenerhalt im Einzelfall treffen zu können.

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