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22.02.2021 | Weichteilsarkome | Leitthema

Fertilitätserhalt bei Tumoren im Kindes- und Jugendalter

Zeitschrift:
Der Onkologe
Autoren:
Prof. Dr. med. Anja Borgmann-Staudt, Greta Sommerhäuser, Magdalena Balcerek

Zusammenfassung

Hintergrund

Die spätere Kinderwunscherfüllung von Patient*innen mit Tumoren im Kindes- und Jugendalter kann aufgrund ihrer Erkrankung und deren Therapie eingeschränkt sein.

Fragestellung

Untersucht werden die Prävalenz von und Risikofaktoren für Fertilitätsstörungen. Mögliche fruchtbarkeitserhaltende Maßnahmen werden erörtert.

Material und Methode

Es handelt sich um Auswertungen der aktuellen Literatur, Leitlinien und Gesetzeslage in Deutschland und der Schweiz zum Fertilitätserhalt bei Tumoren im Kindes- und Jugendalter.

Ergebnisse

Nach Chemo- und/oder Strahlentherapie ist die Fruchtbarkeit bei etwa einem Drittel der Patient*innen mit einem Tumor beeinträchtigt, nach einer Stammzelltransplantation sind über zwei Drittel betroffen. Fruchtbarkeitserhaltende Maßnahmen für Patient*innen stehen zur Verfügung. Laut Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom Juli 2020 sind die Kryokonservierung von Ei- und Samenzellen sowie die dazugehörigen medizinischen Maßnahmen künftig unter bestimmten Voraussetzungen Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.

Schlussfolgerung

Kinderwunsch und Kinderwunscherfüllung ehemaliger kinderonkologischer Patient*innen sollten durch eine frühzeitige und umfassende Aufklärung über das individuelle Risiko für Fruchtbarkeitsstörungen und fertilitätserhaltende Maßnahmen unterstützt werden. Den Betroffenen und ihren Familien soll eine selbstbestimmte Entscheidung in der Familienplanung ermöglicht werden.

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Literatur
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