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Perioperative Strahlentherapie bei Weichgewebesarkomen

State-of-the-Art-Empfehlungen und zukünftige Entwicklungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Weichgewebesarkome sind selten und vielfältig. Die perioperative Strahlentherapie von lokalisierten Weichgewebesarkomen des Grads 2–3 ist Therapiestandard und sollte an erfahrenen Zentren erfolgen. An den Extremitäten und der Rumpfwand wird die präoperative Bestrahlung aufgrund des Nebenwirkungsprofils bevorzugt. Bei myxoiden Liposarkomen kann eine Dosisdeeskalation in Erwägung gezogen werden. Die hypofraktionierte präoperative Bestrahlung zeigt vielversprechende Ergebnisse, ist jedoch noch kein Therapiestandard. Die SU2C-SARC032-Studie hat den Nutzen von Pembrolizumab in Kombination mit Strahlentherapie bei pleomorphen Sarkomen und dedifferenzierten Liposarkomen belegt, wobei die Anwendung individuell geprüft werden sollte. Für Extremitäten- und Rumpfwandsarkome ist eine aktuelle kontrastmittelverstärkte Magnetresonanztomographie (MRT) mit T1- und T2-Wichtung notwendig, das mit der Bestrahlungsplanungs-Computertomographie (CT) registriert wird. Für retroperitoneale Weichgewebesarkome wird eine Bestrahlungsplanungs-CT mit Kontrastmittel (KM) verwendet. Die Anwendung der intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT) bzw. der volumetrisch modulierten Arc-Therapie (VMAT) mit täglicher bildgeführter Strahlentherapie (IGRT) mittels orthogonaler kV Bildführung oder bevorzugt mittels Cone-Beam-Computertomographie (CBCT) wird aufgrund des verbesserten Nebenwirkungsprofils empfohlen. Für die unselektierte gesamte Gruppe der retroperitonealen Weichgewebesarkome ist die präoperative Strahlentherapie keine Standardbehandlung, während sie jedoch für gut differenzierte und dedifferenzierte Liposarkome des Grads 1–2 gemäß den Daten der STRASS- und STREXIT-Studie geprüft werden kann.
Titel
Perioperative Strahlentherapie bei Weichgewebesarkomen
State-of-the-Art-Empfehlungen und zukünftige Entwicklungen
Verfasst von
Dr. med. Siyer Roohani
Publikationsdatum
05.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 5/2025
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-025-00649-w
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