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Über dieses Buch

In diesem Buch finden in der Intensivmedizin und Notfallmedizin tätige Ärzte aktuelles und praxisrelevantes Fachwissen rund um die beiden Fachgebiete. Zusammengefasst wurden dafür die CME-Beiträge aus dem Jahr 2015 aus der Springer–Fachzeitschrift „Medizinische Klinik – Intensivmedizin und Notfallmedizin“.

Alle Beiträge orientieren sich an den Weiterbildungsinhalten der Zusatz-Weiterbildungen „Intensivmedizin“ und „Notfallmedizin“, wurden von Experten verfasst, sind didaktisch hervorragend aufbereitet und spiegeln die Neuerungen, aktuellen Themen oder Trends wider. Sie eignen sich optimal zur Wissensauffrischung oder zur Vorbereitung auf die Prüfung der Zusatz-Weiterbildungen „Intensivmedizin“ und „Notfallmedizin“.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Reanimation

Zusammenfassung
Die kardiopulmonale Reanimation nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand hat als primäres Ziel die Wiederherstellung eines Spontankreislaufs („return of spontaneous circulation“, ROSC). Für das Outcome und die neurologische Prognose der reanimierten Patienten nach ROSC ist die adäquate Therapie in der nachfolgenden Postreanimationsphase entscheidend. In den Leitlinien des European Resuscitation Councils (ERC) aus dem Jahr 2010 sind zahlreiche Änderungen zu den sog. erweiterten Reanimationsmaßnahmen („advanced life Support“, ALS) aufgenommen worden. Diese beinhalten neben aktualisierten Vorgaben zur Durchführung der mechanischen, elektrischen und pharmakologischen Reanimation in der Initialphase auch die Empfehlung einer standardisierten Therapie in der nachfolgenden Postreanimationsphase. Wesentliche Aspekte der Behandlung des sog. Postreanimationssyndroms sind dabei das Temperaturmanagement mit Verwendung der therapeutischen Hypothermie, die Bedeutung der Beatmungstherapie sowie der Stellenwert der Oxygenierung und der Blutzuckerkontrolle. Die initiale kardiopulmonale Reanimation und die nachfolgende Postreanimationstherapie müssen somit als fließende ineinander übergehende Therapiemaßnahmen betrachtet werden. Nur ein standardisierter Handlungsablauf in diesen verschiedenen Phasen kann letztendlich zu einer erfolgreichen Wiederbelebung mit Überleben und guter neurologischer Prognose führen.
S. Reith, M. Burgmaier

Rolle der evidenzbasierten Medizin in der Intensivmedizin

Zusammenfassung
Die evidenzbasierte Medizin (EbM) spielt in der intensivmedizinischen Behandlung eine wichtige Rolle. Neben der individuellen ärztlichen Expertise und den jeweiligen Patientenpräferenzen stellt die aktuelle wissenschaftliche Studienevidenz ein wesentliches Entscheidungskriterium für die Wahl der geeigneten Diagnostik- und Therapieverfahren dar. Um aus den Studienergebnissen jedoch die richtigen Schlüsse ziehen zu können, ist einerseits eine zielgerichtete Recherche der relevanten Literatur notwendig. Zudem müssen eine adäquate Einschätzung der Biasrisiken und eine Interpretation der dargestellten Endpunkte erfolgen. Darüber hinaus können geeignete Publikationsformate die Übersicht über die vorhandene Evidenz erleichtern und die Implementierung des Studienwissens in den Klinikalltag unterstützen.
C. Mosch, M. Eikermann

Untersuchungskonzepte und Untersuchungsabläufe in der Notfallsonographie

Zusammenfassung
Charakteristischerweise kann die Notfallsonographie als Point-of-Care-Diagnostik dazu dienen, dem Leitsymptom angepasst schnell und sicher Diagnosen zu bestätigen oder auszuschließen. Zu diesem Zweck haben sich standardisierte Vorgehensweisen etabliert, die sich in dem erweiterten fokussierten Assessment mit Sonographie nach Trauma (E-FAST) und in der fokussierten echokardiographischen Evaluation während Life Support („focused echo entry level“, FEEL) wiederfinden.
Die Echoskopie beschreibt die Point-of-Care-Diagnostik am Patientenbett. Mit ihr lassen sich einfache Fragestellungen (ja/nein) am Patientenbett beantworten und Verlaufskontrollen ohne logistischen Aufwand realisieren. Die Point-of-Care-Sonographie eignet sich nicht zur Beantwortung differenzierter Fragestellungen und stellt keine Konkurrenz zur herkömmlichen standardisierten Ultraschalldiagnostik dar.
D. Wastl, K. Helwig, C F. Dietrich

Leichtes Schädel-Hirn-Trauma bei Kindern und Erwachsenen

Diagnostische Herausforderungen in der Notfallaufnahme
Zusammenfassung
Das leichte Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ist eines der häufigsten Verletzungsbilder in Notfallaufnahmen und birgt besondere Herausforderungen. Einerseits sind relevante Verletzungsfolgen selten, andererseits gibt es Fälle, bei denen verzögert oder gar nicht erkannte Verletzungen fatale Konsequenzen nach sich ziehen. Das initial meist unauffällige klinische Erscheinungsbild korreliert häufig nicht mit dem Verletzungsausmaß. Säuglinge und kleine Kinder sind aufgrund ihrer noch fehlenden oder erst beginnenden kognitiven und sprachlichen Entwicklung oftmals schwierig einzuschätzen, besonders für im Umgang mit dieser Altersgruppe nichterfahrene Untersucher. Etablierte Checklisten für klinische Risikofaktoren einer intrakraniellen Verletzung bei Kindern und Erwachsenen ermöglichen allerdings die differenzierte und rationale Indikationsstellung zur Computertomographie des Schädels. Relevante Verletzungsfolgen können so sicher erkannt und zugleich eine unnötige Strahlenbelastung vermieden werden.
B.A. Leidei, T. Lindner, S. Wolf, V. Bogner, A. Steinbeck, N. Börner, C. Peiser, H J. Audebert, P. Biberthaler, K.-G. Kanz

Definition, Erstuntersuchung und Differenzialdiagnosen der akuten Dyspnoe

Zusammenfassung
Das Thema akute Dyspnoe wird in zwei Beiträgen präsentiert. In diesem ersten Beitrag werden die Definition und Pathophysiologie der Atemnot sowie wichtige anamnestische Überlegungen und Erstuntersuchungen behandelt, zudem die Initialtherapie und differenzialdiagnostische Erwägungen. Im zweiten Teil werden dann relevante diagnostische Untersuchungen und Prinzipien für das initiale Management genauer betrachtet. Ursachen, Wahrnehmung und Folgen einer akuten Atemnot können sehr unterschiedlich sein. Der erwachsene Patient mit akuter Atemnot stellt eine Herausforderung für Diagnostik und Management dar. Der Arzt in der Notaufnahme muss breite differenzialdiagnostische Überlegungen anstellen und gleichzeitig eine Initialbehandlung durchführen, die einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung angemessen ist.
A. Hüfner, C. Dodt

Notfalldiagnostik und therapeutisches Management der akuten Dyspnoe

Zusammenfassung
Dieser Beitrag präsentiert relevante diagnostische Untersuchungen und Prinzipien für das initiale Management der akuten Dyspnoe. Der Notaufnahmearzt muss breite differenzialdiagnostische Überlegungen anstellen und gleichzeitig eine angemessene Initialbehandlung für eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung durchführen. Atemwege, Atmung und Kreislauffunktionen stellen zu Beginn des Notfallmanagements den primären Fokus für den Notfallmediziner dar. Sobald diese stabilisiert sind, kann die weitere klinische Untersuchung und Behandlung fortgesetzt werden. Durch Risikostratifizierung wird der geeignete Ort zur Weiterbehandlung festgelegt.
A. Hüfner, C. Dodt

Notfälle im Kindesalter

Vom Notarzt beherrschende Basismaßnahmen
Zusammenfassung
Pädiatrische lebensbedrohliche Notfälle sind in der präklinischen Praxis relativ seltene Ereignisse. Dadurch bedingt kann es den behandelnden Notärzten an einer gewissen Routine im Umgang mit diesem Patientenkollektiv fehlen. Pädiatrische Notfälle erfordern andererseits ein rasches Erkennen derselben und die umgehende Einleitung spezifischer Therapiemaßnahmen, um weitergehende Komplikationen zu verhindern. Die Behandlung von Kindern in Notfallsituationen erfolgt gemäß den international publizierten Leitlinien. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, allgemeine Aspekte in der Behandlung von Kindern mit lebensbedrohlichen respiratorischen, kardialen und zentralnervösen Erkrankungen darzustellen. Dabei werden physiologische und anatomische Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen, die für die Notfallversorgung dieser Patienten relevant sind, dargestellt. Zudem erfolgt eine gestraffte Darstellung wichtiger Aspekte der Analgosedierung, die in der Prähospitalphase erforderlich sein kann.
S. Meyer, U. Grundmann, J. Reinert, L Gortner

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