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Über dieses Buch

Themen der Schmerzmedizin - für die Fort- und Weiterbildung

Sie möchten sich über Änderungen, Neuerungen, aktuelle Themen oder Trends Ihres Faches informieren?

Sie wollen praxisrelevante Informationen, die anschaulich und verständlich aufbereitet sind?

Sie stehen vor der Prüfung für die Zusatz-Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“ und möchten die wichtigsten Fakten Ihres Gebietes lernen oder noch einmal auffrischen?

Das vorliegende Werk bietet aktuelles Fachwissen rund um die Schmerzmedizin in hoher Qualität und auf hohem Niveau - verfasst und begutachtet von Experten - zu den Themen:

Tumorbedingte Fatigue und ihre psychosozialen Belastungen

Kopfschmerz durch Liquordrucksteigerung

Kaudalanästhesie bei Kindern: Stellenwert und Aspekte zur Sicherheit

Morbus Fabry - Diagnostik und Therapie

Verschiedenartige Kopfschmerzformen des Kapitels 4 der Internationalen Kopfschmerzklassifikation

Chronifizierung postoperativer Schmerzen - Physiologie, Risikofaktoren und Prävention

Phantomschmerz - Psychologische Behandlungsstrategien

Ultraschall in der interventionellen Schmerztherapie

Die Inhalte entsprechen den CME-Beiträgen aus der Fachzeitschrift

„Der Schmerz“ von Heft 1/2012 - Heft 03/2013 und orientieren sich an den Weiterbildungsinhalten für die Zusatz-Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Tumorbedingte Fatigue und ihre psychosozialen Belastungen

Zusammenfassung
Die tumorbedingte Fatigue ist ein verbreitetes und sehr belastendes Syndrom im Rahmen der Krebserkrankung und -therapie. Tumorbedingte Fatigue geht mit dem subjektiven Gefühl von physischer und mentaler Müdigkeit, Erschöpfung, Energieverlust und eingeschränkten Möglichkeiten der Erholung einher. Zum Diagnosezeitpunkt klagen bis zu 40%, im weiteren Verlauf der Krebsbehandlung mehr als 90% der Patienten über tumorbedingte Fatigue. Die psychosozialen Beeinträchtigungen sind erheblich; die Lebensqualität, das psychische Wohlbefinden, die Teilhabe am Alltagsleben und die berufliche Leistungsfähigkeit sind meist erheblich eingeschränkt. Die Ätiologie der Fatigue, insbesondere die Rolle psychosozialer Faktoren wie „distress“, Depression oder Angst, ist bislang noch nicht hinreichend erforscht. Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über epidemiologische Grundlagen, krankheitsbeglei – tende Aspekte und psychosoziale Belastungen bei tumorbedingter Fatigue.
U. de Vries, K. Reif, F. Petermann

Kopfschmerz durch Liquordrucksteigerung

Zusammenfassung
Eine Erhöhung des intrakraniellen Drucks geht häufig mit Kopfschmerzen einher. Der Begriff der gutartigen intrakraniellen Hypertension („Pseudotumor cerebri“) bezieht sich dabei auf eine Steigerung des intrakraniellen Drucks ohne Hinweise auf eine intrakranielle Raumforderung oder einen Hydrozephalus. Neben den Kopfschmerzen bestehen hier als zweithäufigstes Symptom Gesichtsfelddefekte. Die Therapie umfasst neben einer Gewichtsreduktion auch medikamentöse oder operative Interventionen.
Beim Hochdruckhydrozephalus ist das Volumen des Liquor cerebrospinalis erhöht, das entweder aus einer verstärkten Bildung oder aus einer gestörten Absorption resultiert. Besteht eine angeborene oder erworbene Verlegung des Liquorflusswegs innerhalb des Ventrikelsystems, spricht man von einem obstruktiven Hydrozephalus. Bei einem Hydrocephalus communicans besteht eine Verlegung der Liquorpassage außerhalb des Ventrikelsystems. Zu den Symptomen zählt ein diffuser Kopfschmerz mit Verstärkung in den Morgenstunden und durch Valsalva-ähnliche Manöver. Die Therapie ist soweit möglich ätiologisch orientiert, ansonsten erfolgt eine Liquorableitung mittels Ventrikeldränage oder Shunt.
H. Göbel, C. Göbel, A. Heinze

Kaudalanästhesie bei Kindern

Stellenwert und Aspekte zur Sicherheit
Zusammenfassung
Der Kaudalblock ist die am häufigsten durchgeführte Regionalanästhesietechnik zur perioperativen Analgesie bei Kindern. Komplikationen treten äußerst selten auf. Dennoch sind bei der Indikationsstellung lokale und systemische Ausschlusskriterien zu prüfen. Zur Gewährleistung einer optimalen Qualität und Sicherheit sind technische Details strikt zu beachten. Intravaskuläre Injektionen sind unbedingt zu vermeiden. Zu deren Früherkennung ist der Adrenalinzusatz hilfreich. Die Wahl des Lokalanästhetikums (LA) hingegen dürfte hinsichtlich der Sicherheit von zweitrangiger Bedeutung sein. Als Adjuvans bietet Clonidin bei geringen Nebeneffekten die meisten Vorteile. Die systemische LA-Intoxikation ist eine sehr seltene, aber potenziell letale Komplikation. Entsprechend müssen alle Anstrengungen zu Prävention und Früherkennung unternommen werden. Kommt es trotzdem zum Herz-Kreislauf-Kollaps, werden unverzüglich Reanimationsmaßnahmen gemäß den aktuellen Leitlinien eingeleitet. Adrenalin ist dabei Erstlinienmedikation; die Lipidtherapie ist kein Ersatz, sondern eine mögliche sekundäre Ergänzung.
J. Mauch, M. Weiss

Morbus Fabry

Diagnostik und Therapie
Zusammenfassung
Der M. Fabry ist eine X-chromosomal vererbte lysosomale Speicherkrankheit mit Mangel des Enzyms α-Galaktosidase A und Ablagerung des Glykosphingolipids Globotriaosylceramid-3 (Gb-3) in den Lysosomen. Die Multisystemerkrankung betrifft in schwerer Ausprägung in erster Linie Männer; Genträgerinnen können aber ebenfalls betroffen sein. Lebenslimitierend sind der kardiale, renale und zerebrale Befall – letzterer bedingt durch Schlaganfälle im jüngeren Lebensalter. Das periphere Nervensystem ist im Sinne einer Small-fiber-Neuropathie betroffen, was sich in charakteristischen, meist hitzeinduzierten akralen Schmerzen äußert. Diese Schmerzen sind ein Erstsymptom, das häufig verkannt und unzureichend behandelt wird. Als Behandlungsoption steht eine Enzymersatztherapie zur Verfügung. Die Therapie Fabry-assoziierter Schmerzen erfolgt nach den Prinzipien der Behandlung neuropathischer Schmerzen, jedoch mit einigen Besonderheiten, die im vorliegenden Beitrag erläutert werden sollen.
N. Üçeyler, C. Sommer

Verschiedenartige Kopfschmerzformen des Kapitels 4 der Internationalen Kopfschmerzklassifikation

Zusammenfassung
Kapitel 4 der Internationalen Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen beinhaltet eine klinisch sehr heterogene Gruppe primärer Kopfschmerzen. Über die Pathogenese dieser Kopfschmerztypen ist nur wenig bekannt. Die Therapie basiert in der Regel auf Einzelfallberichten und unkontrollierten Studien. Zu den beschriebenen Formen gehören der primäre stechende Kopfschmerz, der primäre Hustenkopfschmerz, der primäre Kopfschmerz bei körperlicher Anstrengung, der primäre Kopfschmerz bei sexueller Aktivität, der primäre schlafgebundene Kopfschmerz, der primäre Donnerschlagkopfschmerz, die Hemicrania continua und der neu aufgetretene Dauerkopfschmerz. Einige der aufgeführten Kopfschmerztypen können symptomatischer Natur sein und erfordern eine sorgfältige Untersuchung mithilfe von bildgebenden und anderen Verfahren. Primäre und sekundäre Kopfschmerzen müssen dabei sorgfältig abgegrenzt werden.
A. Göbel, A. Heinze, H. Göbel

Chronifizierung postoperativer Schmerzen

Physiologie, Risikofaktoren und Prävention
Zusammenfassung
Unter chronischen postoperativen Schmerzen (CPSP) versteht man Schmerzen, die mindestens 3 Monate nach einer Operation persistieren. Sie treten mit einer Häufigkeit von etwa 5-60% auf und führen in ungefähr 1-3% der Fälle zu starken schmerzbedingten Beeinträchtigungen. Die Pathomechanismen, die zur Entwicklung von CPSP führen, sind komplex. Eine Nervenläsion mit neuropathischen Schmerzen kann eine Ursache für CPSP sein, jedoch werden bei vielen CPSP-Patienten keine neuropathischen Schmerzen nachgewiesen. Die periphere und zentrale Sensibilisierung sind die wesentlichen Mechanismen, die eine Chronifizierung akuter postoperativer Schmerzen hervorrufen. Da die CPSP-Therapie häufig schwierig ist, wird versucht, die zentrale Sensibilisierung zu verhindern. Neue Erkenntnisse zur Physiologie der CPSP-Entwicklung, perioperativen Risikofaktoren und Möglichkeiten präventiver Interventionen werden diskutiert.
H.J. Gerbershagen

Phantomschmerz

Psychologische Behandlungsstrategien
Zusammenfassung
Wie andere chronische Schmerzsyndrome ist auch der Phantomschmerz durch Lern- und Gedächtnisprozesse gekennzeichnet, die den Schmerz aufrechterhalten und maladaptive plastische Veränderungen des Gehirns verstärken. Deshalb sind auch hier psychologische Interventionen, die maladaptive Gedächtnisspuren verändern, sinnvoll. Neben dem Schmerzbewältigungstraining und Biofeedbackverfahren als traditionelle Ansätze finden neuere Entwicklungen wie sensorisches Diskriminationstraining, Spiegeltherapie, Vorstellungstraining, Prothesentraining oder Training in der virtuellen Realität Anwendung. Diese Verfahren verändern nicht nur den Phantomschmerz, sondern auch die damit einhergehenden plastischen Veränderungen des Gehirns.
M. Diers, H. Flor

Ultraschall in der interventionellen Schmerztherapie

Zusammenfassung
Auch in anatomisch komplexen Bereichen werden Nervenblockaden heute noch „blind“ durchgeführt. Meist verlässt man sich dabei auf tastbare Oberflächenmerkmale. Längst hat aber der Ultraschall Einzug in fast alle medizinischen Berufe gehalten. Diesem Trend schließt sich auch der interventionell tätige Schmerztherapeut immer häufiger an. Der Ultraschall ermöglicht eine genaue Lokalisierung von Zielstrukturen, die Verfolgung des Nadelverlaufs während einer Punktion und die Visualisierung der Ausbreitung des Lokalanästhetikums. Ein Vorteil gegenüber anderen radiologischen Techniken ist die Strahlensicherheit. Zwei Hauptvoraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz dieser interventionellen Techniken sind sicherlich die profunde Kenntnis der anatomischen Strukturen und der Korrelate im Ultraschallschnittbild sowie die sichere Hand-Augen-Koordination während der Durchführung. Bei aller Euphorie sollte die Ultraschalltechnik in der Schmerztherapie nur bei ausreichender Indikation eingesetzt werden.
J.A. Blunk

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