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11.12.2015 | Originalien | Ausgabe 4/2016

Der Chirurg 4/2016

Weiterbildungseingriff Appendektomie

Was hat sich in 10 Jahren geändert?

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Dr. T. Huber, Dr. med. M. Paschold, Dr. med. F. Bartsch, MA, FACS Univ.-Prof. Dr. med. H. Lang, Prof. Dr. med. W. Kneist
Wichtige Hinweise
Die vorliegenden Daten wurden jeweils in Auszügen auf dem 132. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) in München, 28.04. bis 01.05.2015 und der 9. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), 16. bis 19.09.2015 in Leipzig präsentiert und mit einem Abstract-Preis der DGAV auf der 9. Herbsttagung in Leipzig ausgezeichnet.

Zusammenfassung

Hintergrund

Weiterbildungsassistenten müssen frühzeitig Fertigkeiten für minimal-invasive Operationsverfahren erwerben. Ziel der Arbeit war es, die Operationshäufigkeit durch Weiterbildungsassistenten sowie die Operationstechnik (laparoskopisch vs. konventionell) bei indizierter Appendektomie an einer Universitätsklinik über eine Dekade zu analysieren und hinsichtlich der Weiterbildungsbedürfnisse zu bewerten.

Methoden

Alle an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Universitätsmedizin Mainz im Zeitraum von 2005 bis 2014 durchgeführten Appendektomien wurden retrospektiv ausgewertet. Die Operateure wurden zwei Gruppen zugeordnet (Weiterbildungsassistenten, Fach- und Oberärzte). Bei den Operationen wurde zwischen laparoskopischer und offener Appendektomie unterschieden.

Ergebnisse

Von 1587 analysierten Operationen erfolgten 946 laparoskopisch (59,6 %). Der Anteil laparoskopischer Appendektomien hat über den analysierten 10-Jahres-Zeitraum signifikant zugenommen (p < 0,001) und betrug 2014 94,4 %. In den Jahren 2005 bis 2007 wurden 17,9 % (77/430) der Appendektomien von Weiterbildungsassistenten offen durchgeführt. Eine laparoskopische Appendektomie erfolgte in 5,8 % der Fälle nur durch Fach- oder Oberärzte. Von 2008 bis 2014 nahm die Rate der im Rahmen der Weiterbildung assistierten Operationen signifikant zu (p < 0,001) und betrug 57,6 % (Streubreite:19,4–66,9 %).

Schlussfolgerung

Die Appendektomie hat sich unabhängig vom operativen Zugang als Weiterbildungseingriff bestätigt. Eine frühzeitige und verstärkte Abbildung der laparoskopischen Viszeralchirurgie in der neuen Weiterbildungsordnung wird nicht zuletzt durch die laparoskopische Appendektomie katalysiert.

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