9. Welche Komplikationen können früh nach einer Stomaanlage auftreten?
- 2023
- OriginalPaper
- Buchkapitel
- Verfasst von
- Anne Kauffels
- Erschienen in
- Ratgeber Stoma
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Zusammenfassung
Da es sich bei einer Stomaanlage um einen operativen Eingriff handelt, können dabei auch im postoperativen Verlauf, also noch während des stationären Aufenthaltes, Komplikationen auftreten. Hier wird zwischen allgemeinen und spezifischen – für die Stomaanlage typischen – Komplikationen unterschieden. Zu den allgemeinen chirurgischen Komplikationen gehören vor allem die Wundheilungsstörung, gegebenenfalls mit Entwicklung einer Eiteransammlung (Abszess) in der Bauchdecke oder die Nachblutung. Zu den spezifischen Komplikationen nach einer Stomaanlage zählen das Auftreten einer Schleimhautschwellung (Ödem), die Blutung aus dem Stomarand und das Absterben (Nekrose) des als Stoma eingenähten Darmendes. Auch kann es zu einem Ausreißen und Absinken des Stomas kommen. Problematisch ist insbesondere nach Anlage eines Dünndarmstomas, wenn sehr viel Flüssigkeit und Mineralsalze verloren gehen, infolge dessen ein Nierenversagen droht. Das Stoma wird in solch einem Falle als High-Output-Stoma bezeichnet. Während es beim Ödem meist keinen chirurgischen Handlungsbedarf gibt, können Blutung, Nekrose und Abszess eine erneute Operation notwendig machen. Im Falle eines High-Output-Stomas ist häufig eine zusätzliche Infusionsbehandlung notwendig und es sollte – wenn möglich – eine frühzeitige Rückverlegung des Stomas erwogen werden.
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- Titel
- Welche Komplikationen können früh nach einer Stomaanlage auftreten?
- Verfasst von
-
Anne Kauffels
- Copyright-Jahr
- 2023
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Buch
-
Ratgeber Stoma
Print ISBN: 978-3-662-66269-4
Electronic ISBN: 978-3-662-66270-0
Copyright-Jahr: 2023
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-66270-0_9