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5. Wie ernähre ich mich mit einem Stoma richtig?

  • 2023
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Das Thema Ernährung spielt eine große Rolle bei Stomapatientinnen und -patienten, da der Darm für die Aufnahme und Verdauung von Nährstoffen verantwortlich ist. Nach der Operation ist es wichtig, dass Beschwerden und Komplikationen nach der Nahrungsaufnahme vermieden bzw. subjektiv gelindert werden. Außerdem muss sichergestellt werden, dass der Körper trotz der verringerten Verdauungsleistung ausreichend mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt wird. Da die Ausgangssituation bei Stomapatientinnen und -patienten sehr unterschiedlich sein kann, gibt es keine allgemeingültige „Stomadiät“. Je nach Art des Stomas, Restfunktion des verbleibenden Darms und Beschwerdebild sind die Empfehlungen zur Ernährungsweise immer individuell. Generell lässt sich aber sagen, dass bei einem Dickdarmstoma meist nur geringfügige Anpassungen der Ernährung erforderlich sind. Bei einem Dünndarmstoma treten häufiger und ausgeprägter Ernährungsprobleme auf. Vor allem bei einem sogenannten High-Output-Stoma können weitreichende Einschränkungen der Flüssigkeits- und Nährstoffversorgung mit kritischen Folgeerscheinungen wie Austrocknung, Nierenversagen, Gewichtsverlust und Mangelernährung auftreten (Abschn. 5.4.1 sowie Kap. 9 und 10). Hier muss frühzeitig gegengesteuert werden durch eine supportive parenterale Ernährung und Flüssigkeitsgabe, um die Versorgung des Körpers mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen sicherzustellen. Gleichzeitig ist eine Anpassung der auf natürlichem Weg aufgenommenen Kost an das jeweilige Leistungsvermögen des verbleibenden Darms erforderlich. Hierbei gibt es viele praktische Ratschläge, die von den Betroffenen leicht umgesetzt werden können, aber eine große Wirkung entfalten.
Titel
Wie ernähre ich mich mit einem Stoma richtig?
Verfasst von
Angela Jordan
Christian Löser
Copyright-Jahr
2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-66270-0_5