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02.04.2014 | Medizin aktuell_EPA-Kongress 2014 in München | Ausgabe 4/2014

DNP - Der Neurologe & Psychiater 4/2014

Wie sicher ist Memantine wirklich?

Zeitschrift:
DNP - Der Neurologe & Psychiater > Ausgabe 4/2014
Autor:
Friederike Klein
Randomisiert-kontrollierte Studien (RCT) weisen konsistent auf eine gute Verträglichkeit von Memantine bei Alzheimer-Demenz (AD), aber auch vaskulärer Demenz (VaD) und Parkinson- beziehungsweise Lewy-Körperchen-Demenz (PDD/LBD) hin. Daten aus dem klinischen Alltag zeigen ein etwas differenzierteres Bild. Wie Professor Tomasz Sobow aus Lodź berichtete, liegen nach Daten seiner Klinik von 312 Patienten aus vier Jahren die Therapieabbruchraten mit 24 % doch höher als in den RCT. Am niedrigsten waren sie bei AD mit 17,4 %, am höchsten bei PDD/LBD mit 32,1 %. Ein ähnliches Bild ergab sich für Dosisreduktionen, die bei AD mit 24,8 % deutlich seltener verzeichnet waren, als bei Mischdemenz (37,7 %), VaD (45,9 %) und PDD/LBD (44,4 %). Aufgrund der relativ kleinen Fallzahlen in den Nicht-AD-Gruppen war der Unterschied nur für VaD signifikant (p = 0,01). Die mittlere erreichte stabile Dosis war in der Gruppe der AD-Patienten mit 14,6 mg am höchsten. Hier zeigte sich aber auch ein spezifischer Bias: Ärzte schienen bei anderen Demenzformen als AD die Memantine-Dosis auch dann nicht auszureizen, wenn das Medikament bis dahin gut vertragen worden war. Bei PDD/LBD zeigte die Auswertung der Patientenakten außerdem noch als potenzielle Nebenwirkungen der Memantine-Therapie eine posturale Instabilität und Stürze –darauf sollte man nach Meinung von Sobow besonders achten. ...

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Literatur
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