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01.12.2017 | Sonderheft 7/2017

MMW - Fortschritte der Medizin 7/2017

Wirksamkeit und Verträglichkeit von Methocarbamol bei muskulär bedingten subakuten Kreuz-/Rückenschmerzen

Ergebnisse eines Versorgungsforschungsprojektes unter Verwendung von Daten des DGS-PraxisRegister Schmerz

Zeitschrift:
MMW - Fortschritte der Medizin > Sonderheft 7/2017
Autoren:
PD Dr. med. Michael A. Überall, San.-Rat Dr. med. Oliver M. D. Emrich, Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe
Wichtige Hinweise
This article is part of a supplement not sponsored by the industry.

Interessenkonflikt

PD Dr. med. Michael A. Überall ist Präsident der Deutschen Schmerzliga (DSL) e. V. und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. Er hat Aufwandsentschädigungen für Vorträge, Beratung, etc. erhalten von: Abbvie, Almirall, Archimedes, Astra Zeneca, Bene, Berlin Chemie, Grifols, Grünenthal, Hexal, Janssen-Cilag, Menarini, Mucos, Mundipharma, Kyowa Kirin, OmniaMed, Pfizer, Pharm Allergan, Philips, Pro-Strakan, Reckitt-Benckiser, Recordati, Shionogi, Takeda und Teva.
SR Dr. med. Oliver Emrich ist Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e. V. und Leiter des Schmerzzentrums Ludwigshafen. Er ist als Referent für verschiedene Firmen (u. a. Mundipharma, Teva, Grünenthal, Recordati), wie auch für verschiedene wissenschaftliche Gesellschaften und Vereine tätig.
Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e. V. und Leiter des Schmerz- und Palliativzentrums Göppingen. Er hat Aufwandsentschädigungen bzgl. Beratungsaktivitäten, Teilnahme an Advisory Boards und Vortragstätigkeiten erhalten von: Almirall, AristoPharm, Grünenthal, Mundipharma, Pfizer, Pharm Allergan, Philips, ProStrakan und TEVA. Die Autoren erklären, dass bezüglich des vorliegenden Manuskripts keine finanziellen Interessenkonflikte bestehen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Subakute muskulär bedingte Kreuz-/Rückenschmerzen gelten als therapieschwierig und erfordern oft eine spezifische ursachenorientierte Therapie mit muskeltonusverändernden Wirkstoffen. Aktuell ist in Deutschland nur Methocarbamol für eine orale längerfristige First-line-Behandlung von Patienten mit muskulär bedingten Kreuz/Rückenschmerzen verfügbar — allerdings ohne Daten zur längerfristigen Wirksamkeit (> 1 Woche) bei therapieschwierigen Verläufen.

Methode

In einer nichtinterventionellen Kohortenstudie erfolgte unter Verwendung anonymisierter Routinedaten des DGS-PraxisRegister Schmerz die retrospektive Evaluation von Patienten mit therapieschwierigen Kreuz-/Rückenschmerzen. Die Patienten (n = 251) hatten im IV. Quartal 2015 erstmalig eine Behandlung mit Methocarbamol erhalten und ihr Befinden sowohl vor als auch während der Therapie unter Verwendung der standardisierten und validierten Selbstauskunftsinstrumente des Deutschen Schmerzfragebogens über mindestens vier Wochen dokumentiert.

Ergebnisse

Im Lauf der vierwöchigen Behandlung gingen die durchschnittliche Schmerzintensität von 53,0 ± 10,5 auf 19,0 ± 10,0 mm VAS und die schmerzbedingten Funktionsbeeinträchtigungen im Alltag (mPDI) von 42,1 ± 12,5 auf 15,5 ± 10,8 Punkte zurück, die Lebensqualität (QLIP) verbesserte sich von 18,6 ± 6,3 auf 34,0 ± 5,5 Punkte (alle Änderungen p < 0,001 vs. Ausgangsbefund). Die entsprechenden 50%-Responseraten lagen bei 81,7 (n = 205), 68,5 (n = 172) und 91,6 (n = 230) %. Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule (Schober-Maß) verbesserte sich von 10,7 ± 0,7 auf 14,7 ± 0,7 cm. Die dokumentierten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (8 UAW bei 7 Patienten) waren von geringer Beschwerdeintensität und sistierten alle unter Fortführung der Behandlung spontan und ohne spezifische Gegenmaßnahmen.

Schlussfolgerung

Unter einer vierwöchigen Therapie mit Methocarbamol dokumentierten Patienten mit bislang therapieschwierigen Kreuz-/Rückenschmerzen unter Alltagsbedingungen eine klinisch relevante und statistisch signifikante Verbesserung bzgl. Schmerzintensität, Alltagsfunktionalität und Lebensqualität.

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Literatur
Über diesen Artikel

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