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01.03.2012 | Originalien und Übersichten | Ausgabe 3/2012

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 3/2012

Wirkungen von Menthol als Zusatzstoff in Tabakprodukten und die Notwendigkeit einer Regulierung

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 3/2012
Autoren:
Dipl.-Biol. S. Kahnert, U. Nair, U. Mons, M. Pötschke-Langer

Zusammenfassung

Menthol ist der am meisten verwendete und bedeutendste Zusatzstoff in Tabakprodukten, mit dem von der Tabakindustrie gezielt geworben wird. Neben seinem charakteristischen Geschmack besitzt er eine Reihe pharmakologisch wirksamer Eigenschaften, die beim Rauchen zur Erleichterung der Inhalation und zu einem erhöhten Abhängigkeitspotenzial beitragen. Dies kann einerseits den Einstieg in den Tabakkonsum begünstigen und andererseits regelmäßige Raucher vom Ausstieg abhalten. Der vorliegende Beitrag verdeutlicht, dass Menthol als Zusatzstoff in Tabakprodukten nicht nur ein Geschmacksstoff ist, sondern dass er den Tabakkonsum, der für eine Vielzahl chronischer Erkrankungen und Todesfälle verantwortlich ist, insgesamt fördern kann und dadurch Maßnahmen zur Tabakkontrolle entgegenwirkt. In Deutschland gibt es bislang keine gesetzlichen Regelungen, die gesundheitsgefährdende, suchtverstärkende oder attraktivitätssteigernde Aspekte bei der Verwendung von Zusatzstoffen in Tabakprodukten berücksichtigen. Eine wirksame Regulierung bis hin zum Verbot könnte zur Verringerung des Tabakkonsums beitragen und damit viele Menschen vor einer langjährigen Tabakabhängigkeit bewahren.

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