Skip to main content
main-content

14.11.2016 | Wissen macht Arzt | Onlineartikel

Auflösung des Gewinnspiels

Am meisten Kaffee trinken Orthopäden

Die Studienautoren um Karlmeinrad Giesinger haben in mühevoller Arbeit in der Kantine des Kantonsspitals St. Gallen gesammelte Daten analysiert. Hier die Ergebnisse:

© Springer Medizin

Feldforschung in der Kantine

Kaffee ist bekanntlich für vieles gut: Regelmäßiger Konsum des Heißgetränks scheint mit einem verringerten Risiko für KHK, Schlaganfälle, aber auch für Diabetes assoziiert zu sein. Kaffee könnte vor Alzheimer, Multipler Sklerose und Parkinson schützen, auch vor Leberzirrhose.

Vor allem wird das koffeinhaltige Getränk aber geliebt, da es müde Geister wieder zu munteren macht, auch die nach langen Diensten müden Geister von Ärzten. Und: Gemeinsames Kaffeetrinken ist ein soziales Event.
Beteiligt waren 766 Mediziner, deren Kaffeekonsum über das elektronische Bezahlsystem in der Kantine dokumentiert wurde. Erfasst wurde der Kaffeekonsum daher in der Einheit "Tasse" (siehe Infografik).

Weitere Ergebnisse der Studie

Insgesamt wurden rund 70.800 Tassen Kaffee in der Kantine bezahlt.

Café Crème wird eher morgens getrunken, Espresso nach dem Mittagessen. Männliche Ärzte holten sich im Mittel pro Jahr 128 Becher des Heißgetränkes, ihre Kaffee-trinkenden Kolleginnen nur 86. Ältere Mediziner verbrauchten mehr Kaffee als ihre jüngeren: Ärzte mit über fünf Jahren Erfahrung gönnten sich mit im Mittel 140 Tassen mehr Kaffee als Assistenzärzte mit im Mittel nur 95 Tassen.

Und - ein begrüßenswertes Ergebnis: Abteilungsleiter spendieren häufig mal einen Kaffee. Nach der Schweizerischen Studie ist das jedes dritte Mal der Fall, wenn ein Abteilungsleiter Kaffee holt.

Ein paar Fragen bleiben offen

Wie andere Studien lässt auch diese retrospektive Kohortenstudie eine Reihe von Fragen offen.

Um nur einige wenige zu nennen: Steht etwa der geringere Kaffeekonsum von Assistenzärzten im Vergleich zu dem erfahrener Kollegen in irgendeinem Zusammenhang mit der Arbeitsbelastung? Was spielt sich außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten der Kantine zwischen 20:15 abends und 6:15 am nächsten Morgen ab?

Welche andere Kaffeequellen sind zu berücksichtigen - gerade bei den operierenden Fachkollegen und in den Sekretariaten der Abteilungschefs?

Oder: Was wäre herausgekommen, wenn bei der Studie nicht nur der Kantinen-Kaffee, sondern auch der Instant-Automaten-Kaffee berücksichtigt worden wäre?

Neu in den Fachgebieten Neurologie und Psychiatrie

Meistgelesene Bücher in der Neurologie & Psychiatrie

  • 2016 | Buch

    Neurologie

    Das Lehrbuch vermittelt Ihnen das gesamte Neurologie-Prüfungswissen für Ihr Medizinstudium und bereitet auch junge Assistenzärzte durch detailliertes Fachwissen optimal auf die Praxis vor. Die komplett überarbeitete Auflage enthält sechs neue, interdisziplinäre Kapitel.

    Herausgeber:
    Werner Hacke
  • 2016 | Buch

    Komplikationen in der Neurologie

    Das Buch schildert Ereignisse im Rahmen der Neuromedizin, die während der Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen und Symptome auftreten können. Die Fallbeispiele sensibilisieren Sie für mögliche Risikofaktoren, um das Auftreten solcher Komplikationen zu vermeiden.

    Herausgeber:
    Frank Block
  • 2017 | Buch

    Facharztwissen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

    Leitsymptome, Untersuchungsmethoden, Krankheitsbilder, Notfälle & Co. – mit der Neuauflage des "Facharztwissens" sind Sie auf die Facharztprüfung in Psychiatrie und Psychotherapie optimal vorbereitet. In dieser 2. Auflage sind die Kapitel zu psychosomatischen Störungen deutlich ausgebaut.

    Herausgeber:
    Frank Schneider
  • 2012 | Buch

    Kompendium der Psychotherapie

    Für Ärzte und Psychologen

    Wer in den vorhandenen Lehrbüchern der Psychotherapie den Brückenschlag zur täglichen praktischen Arbeit vermissen – ist mit diesem Werk gut bedient. In knapper, manualisierter Form werden verständlich und übersichtlich die Schritte, Techniken und konkreten, evidenzbasierten Vorgehensweisen beschrieben.

    Herausgeber:
    Prof. Dr. med. Tilo Kircher