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13.03.2017 | Wundbehandlung | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Notfall +  Rettungsmedizin 3/2017

Wundreinigung in der Notaufnahme

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Dr. med. B. A. Leidel, S. Hansen, A. M. Trey, K.-G. Kanz
Wichtige Hinweise

Redaktion

C. Dodt, München
C. Wrede, Berlin

Zusammenfassung

Hintergrund

Traditionell werden Wunden im Rahmen der primären Versorgung fast immer gereinigt und gespült, um v. a. das Risiko einer Wundinfektion zu minimieren und ein gutes Behandlungsergebnis für den Patienten sicherzustellen. Auf dem Markt werden unterschiedliche sterile und antiseptische Lösungen hierzu angeboten, wobei die Bedeutung einer alternativen Wundreinigung mit Leitungswasser in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.

Fragestellung

Welche Bedeutung hat die Wundreinigung/-spülung insbesondere mit Leitungswasser in der Versorgung frischer Wunden?

Methode

Es wurden eine Recherche und Auswertung aktueller Literatur durchgeführt.

Ergebnisse

Die Datenlage zur Bedeutung der Wundreinigung ist sehr begrenzt und die wenigen vorhandenen Daten sind äußerst heterogen. Insgesamt ist die Bedeutung der Wundreinigung und -spülung nicht belegt. In der primären Wundversorgung scheint die Verwendung von Leitungswasser gegenüber steriler Kochsalzlösung oder antiseptischen Lösungen nicht mit einem erhöhtem Risiko an Wundinfektionen einherzugehen. In Deutschland rät das Robert Koch-Institut von der Wundreinigung mit Leitungswasser ab, da das Risiko einer Wundinfektion nicht restlos ausgeschlossen werden kann.

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