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coloproctology

Sinus pilonidalis – sind plastische Verfahren im Hybrid-Diagnosis-Related Groups(DRG)-Zeitalter noch möglich?

Zusammenfassung

Für die Versorgung eines Sinus pilonidalis steht eine Vielzahl von Behandlungsoptionen zur Verfügung, die in 3 Kategorien eingeteilt werden können: minimal-invasiv, offene Behandlung und plastisch-rekonstruktive Verfahren. Die dritte Kategorie, nämlich die Exzision und der plastisch-rekonstruktive Verschluss, umfasst die Limberg-Plastik sowie die Karydakis-Plastik als die häufigsten derzeit verwendeten Verfahren.
Die plastisch-rekonstruktiven Verfahren haben ihren Wert gegenüber der Exzision und offenen Wundbehandlung durch die evidenzbasierten Vorteile einer schnellen Wundheilung und signifikant geringeren Schmerzen in der postoperativen Phase sowie eine geringe Rezidivrate.
Es entstehen hohe Kosten für einen aufwendigen Eingriff mit ca. 45 min Operationsdauer und Kosten für Narkose und die perioperative Betreuung. Die ambulante operative Versorgung mit einer Lappenplastik im Rahmen des Hybrid-Diagnosis-Related-Groups(DRG)-Verfahrens ist folglich nicht kostendeckend realisierbar. Zudem bringt eine ambulante Pflegeversorgung für die Patienten einen signifikanten zusätzlichen Aufwand mit sich.
Das Dilemma besteht darin, dass es eine stationäre Behandlung ermöglicht, die Kosten für die operative Intervention mit plastischer Rekonstruktion zu decken. Diese kann jedoch nur dann abgerechnet werden, wenn eine präzise und detaillierte Dokumentation der Indikation sowie des damit verbundenen erheblichen zusätzlichen Pflegeaufwands vorliegt.
Titel
Sinus pilonidalis – sind plastische Verfahren im Hybrid-Diagnosis-Related Groups(DRG)-Zeitalter noch möglich?
Verfasst von
Hon. Prof. Dr. med. habil. Sven Petersen
Alexander Krebs
Publikationsdatum
12.11.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
coloproctology
Print ISSN: 0174-2442
Elektronische ISSN: 1615-6730
DOI
https://doi.org/10.1007/s00053-025-00923-z
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