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12.11.2018 | Leitthema | Ausgabe 12/2018

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 12/2018

Zeitliche Entwicklung der Programmsensitivität des deutschen Mammographie-Screening-Programms in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 12/2018
Autoren:
Beate Bokhof, Dr. rer. medic. Laura Khil, Iris Urbschat, Linda Gnas, Gerold Hecht, Oliver Heidinger, Walter Heindel, Joachim Kieschke, Stefanie Weigel, Hans‑Werner Hense
Wichtige Hinweise
Die Autoren B. Bokhof, L. Khil und I. Urbschat haben zu diesem Artikel in gleichen Teilen beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Programmsensitivität ist ein Leistungsindikator zur Bewertung der Qualität des Mammographie-Screening-Programms (MSP).

Ziel der Arbeit

Für die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (NRW) und Niedersachsen (NDS) wurde die zeitliche Entwicklung der Programmsensitivität untersucht.

Material und Methoden

In NRW wurden 2.717.801 und in NDS 1.197.660 Screeninguntersuchungen der Jahre 2006 bis 2011 mit Daten des Landeskrebsregisters Nordrhein-Westfalen bzw. Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen abgeglichen. Mammakarzinome (invasive und In-situ-Karzinome) wurden entweder im Screening entdeckt oder im 24-monatigen Intervall nach einem negativen Befund außerhalb des Programms diagnostiziert. Die rohe und altersstandardisierte Programmsensitivität wurde pro Jahr berechnet. Aggregierte Wiedereinbestellungsraten wurden von der Kooperationsgemeinschaft Mammographie zur Verfügung gestellt.

Ergebnisse

Von 2006 bis 2011 erhöhte sich die altersstandardisierte Programmsensitivität für Erstuntersuchungen in NRW von 75,0 % (95 % KI: 72,1–77,9) auf 80,5 % (95 % KI: 78,5–82,5), in NDS von 74,9 % (95 % KI: 71,4–78,5) auf 84,7 % (95 % KI: 81,1–88,3); parallel dazu stiegen die Wiedereinbestellungsraten an. Auch für Folgeuntersuchungen nahm die Programmsensitivität von 2008 bis 2011 in NRW von 68,1 % (95 % KI: 63,1–73,1) auf 71,9 % (95 % KI: 70,2–73,6), in NDS von 69,8 % (95 % KI: 64,2–75,4) auf 74,9 % (95 % KI: 72,3–77,5) zu, während die Wiedereinbestellungsraten relativ konstant blieben.

Diskussion

In beiden Bundesländern nahm die Programmsensitivität über die Zeit zu. Ob diese Zunahme auf eine verbesserte Diagnosequalität im MSP im Sinne eines lernenden Systems zurückzuführen ist, wird unter Berücksichtigung der Altersverteilung der Screeningteilnehmerinnen und der Wiedereinbestellungsraten diskutiert.

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