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01.11.2010 | Leitthema | Ausgabe 11/2010

Der Hautarzt 11/2010

Zelluläre In-vitro-Allergiediagnostik

Eignung für den klinischen Alltag

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 11/2010
Autoren:
Prof. Dr. B. Wedi, A. Kapp

Zusammenfassung

Mithilfe der zellulären In-vitro-Allergiediagnostik ist eine Erfassung antigenabhängiger zellulärer Vorgänge ohne Risiko für den Patienten möglich. Der zelluläre Antigenstimulationstest mit der Bestimmung der Sulfidoleukotrienproduktion in Leukozytensuspensionen sowie die durchflusszytometrischen Basophilenaktivierungstests mit der Analyse von Oberflächenaktivierungsmarkern (CD63, CD203c) stellen nach Antigenstimulation gute Modelle für die In-vivo-Mastzellstimulation im Rahmen von v. a. IgE-vermittelten Soforttypreaktionen dar. Ihre Wertigkeit sollte stets bezogen auf das Antigen sowie die weiteren diagnostischen Möglichkeiten beurteilt werden. Problematisch in der Bewertung der bisher publizierten Evidenz sind die in den einzelnen Studien häufig nicht vergleichbaren Allergenkonzentrationen, Stimulationsbedingungen, Testdurchführung und ermittelte Grenzwerte. Im klinischen Alltag hat die aufgrund des logistischen Aufwands meist nur in spezialisierten Laboren verfügbare zelluläre In-vitro-Allergiediagnostik v. a. bei klarer Anamnese, aber fehlendem oder diskrepantem Sensibilisierungsnachweis mithilfe der konventionellen Allergiediagnostik, bei seltenen Allergenen (Arzneimittel, exotische Nahrungsmittel) sowie bei Kontraindikationen für den Hauttest und/oder Provokationstest (Insektengiftallergie, Anaphylaxie) Bedeutung.

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