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01.06.2014 | Originalien | Ausgabe 3/2014

Manuelle Medizin 3/2014

Zentrale Sensibilisierung

Kognitiv-funktionelle Behandlung eines Patienten mit chronischen Rücken- und Beinschmerzen

Zeitschrift:
Manuelle Medizin > Ausgabe 3/2014
Autor:
B. Zeybeker
Wichtige Hinweise
Der Beitrag entstand während des Masterstudiengangs in muskuloskeletaler Physiotherapie an der Zürcher Hochschule für Angewandten Wissenschaften in Winterthur (Schweiz).

Zusammenfassung

Hintergrund

Lumbale Rückenschmerzen (LBP) sind eine der am häufigsten vorkommenden und kostenverursachenden muskuloskeletalen Schmerzsyndrome der Welt. Chronische LBP (cLBP) treten schon bei einem Drittel der Population auf. Nach aktuellen Erkenntnissen kann die klinische Präsentation von cLBP durch eine zentrale Sensibilisierung unterhalten werden, die manchmal zur Therapieresistenz führt. Eine zunehmende Anzahl von Studien zeigt die Existenz von Prädiktoren für eine zentrale Sensibilisierung. Zusätzlich wächst die Evidenz, dass kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze für die Behandlung einer zentralen Sensibilisierung einen positiven Effekt auf Schmerz und Behinderung haben.

Patient und Methoden

Ein 21-jähriger Patient mit Zeichen einer zentralen Sensibilisierung und starken Einschränkungen im Alltag unterzog sich einer kognitiv-funktionellen Behandlung. Das Hauptproblem war anfangs die Angstvermeidungstendenz im Alltag. Im Verlauf konnten die Rücken- und Beinschmerzen auf eine Störung der motorischen Kontrolle der Lendenwirbelsäule in Extension und Rotation und Einschränkung der Neurodynamik zurückgeführt werden. Die Behandlungen erfolgten über 4 Monate. Sie zielten erstens auf die Aufklärung der Schmerzproblematik und Reduktion des Angstvermeidungsverhaltens (kognitiver Teil), zweitens auf die Verbesserung der Körperwahrnehmung und motorischen Kontrolle der Lendenwirbelsäule sowie das funktionelle Training der Rumpf- und Beinmuskulatur (funktioneller Teil).

Ergebnisse

Nach der Intervention zeigte sich eine Reduktion der Beschwerden im Rücken und Beinbereich in Ruhe und bei Alltagsaktivitäten. Die Einschränkungen im täglichen Leben konnten vermindert werden (Prä-post-Vergleich mittels Roland Morris Disability Questionnaire: 18/24 zu 1/24, mittels Patient-Specific Functional Scale: 5–7/10 zu 0–1/10). Zudem erfolgte eine Verbesserung der lumbalen und Beinkinematik im Alltag, gekoppelt mit der Verbesserung der intermuskulären Koordination und Ausdauer der Rumpf- und Beinmuskulatur.

Schlussfolgerung

Eine kognitiv-funktionellen Behandlung wirkt sich im Therapieverlauf positiv im Sinne einer Reduktion von Schmerzen, Behinderung und Angst vor Bewegung aus. Das Bewegungsverhalten im Alltag lässt sich so optimieren.

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