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14.04.2020 | Zervixkarzinom | Leitthema | Ausgabe 7/2020

Der Onkologe 7/2020

Operative Therapie des Zervixkarzinoms

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 7/2020
Autoren:
Prof. Tanja Fehm, Daniel Gantert, Franca Martignoni, Martin C. Koch, Matthias W. Beckmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Operation stellt die Therapie der Wahl beim frühen Zervixkarzinom (FIGO IA1 bis FIGO IIa; gemäß Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique) dar. Abhängig vom Alter der Patientin und der Tumorausbreitung ist das Ausmaß der operativen Therapie für die Patientin, insbesondere bei Wunsch nach Fertilitätserhalt, festzulegen. In letzter Zeit rücken zur Senkung der Mortalität und Morbidität zunehmend weniger radikale operative Verfahren und Konzepte zur Sentinellymphonodektomie in den Fokus. Kontroversen ergeben sich aktuell im Rahmen neuer Studien bezüglich der Wahl des operativen Zugangswegs.

Ziel der Arbeit

Der Beitrag stellt eine Übersichtsarbeit zur operativen Therapie des Zervixkarzinoms dar.

Material und Methode

Es wird eine Übersicht über die aktuelle Studienlage und Literatur gegeben unter Einbeziehung der aktuell geltenden deutschen S3-Leitlinie zum Zervixkarzinom.

Ergebnisse

Bei der Behandlung des lokal begrenzten Zervixkarzinoms (≤FIGO IIa) steht die operative Therapie im Vordergrund. In aktuellen Studien wie SHAPE wird untersucht, ob weniger radikale operative Verfahren ausreichend onkologische Sicherheit bieten können. Ein fertilitätserhaltendes Vorgehen ist je nach Vorliegen von Risikofaktoren bis zum Stadium IB1 möglich. Nach Veröffentlichung der Ergebnisse der LACC-Studie mit erhöhter Rezidiv- und Mortalitätsrate beim laparoskopischen Vorgehen gegenüber der Laparotomie ist ein minimal-invasives Vorgehen mit den Patientinnen im Vorfeld unter Hinweis auf die Datenlage kritisch zu diskutieren.

Schlussfolgerung

Die Therapie des Zervixkarzinoms sollte stadiengerecht erfolgen. Dabei ist die operative Therapie die Domäne beim frühen Zervixkarzinom. Auch weniger radikale Verfahren scheinen zunehmend ausreichend onkologische Sicherheit zu bieten.

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Literatur
Über diesen Artikel

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