Zum Inhalt
Die Onkologie

Neue systemische Antitumortherapien: Erfassung im Rahmen der Krebsregistrierung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Seit Inkrafttreten des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) im April 2013 hat sich das Spektrum der Antitumortherapien erheblich verändert, insbesondere durch die Fortschritte in der personalisierten Medizin. Diese ermöglicht maßgeschneiderte Behandlungsstrategien, die auf den genetischen und molekularen Eigenschaften des Tumors basieren und somit zielgerichtete Therapien und Immuntherapien sowie Nanomedizin umfassen. Diese innovativen Ansätze bieten das Potenzial, die Behandlungsergebnisse zu verbessern und Nebenwirkungen zu minimieren. Das KFRG hat die flächendeckende Einführung von klinischen Krebsregistern in allen Bundesländern festgelegt, um die Krebsbehandlung und -versorgung zu verbessern und die Forschung zu fördern. Der bundeseinheitliche onkologische Basisdatensatz (oBDS), der Informationen von der Diagnose bis hin zu Behandlungsschritten und Mortalität bereitstellt, bildet dabei die rechtliche Grundlage der Krebsregistrierung und wird kontinuierlich angepasst. Allerdings erfordert die zunehmende Komplexität der Behandlungsansätze eine kontinuierliche, aber bedachte Weiterentwicklung des oBDS, um neuartige Therapien, Kombinationstherapien und Langzeitwirkungen adäquat abbilden zu können. Der Artikel beleuchtet die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Tumordokumentation und diskutiert Lösungsansätze zur Verbesserung der Erfassung und Verknüpfung von relevanten Therapieinformationen.
Titel
Neue systemische Antitumortherapien: Erfassung im Rahmen der Krebsregistrierung
Verfasst von
Thorsten Wicker
Carolin Kuhl
Publikationsdatum
19.03.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 5/2025
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-025-01693-5
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Onkologie

Lokalrezidiv von Prostatakrebs offenbar gut lokal therapierbar

Für ausgewählte Patienten mit Prostatakarzinom, die nach primär kurativ intendierter Strahlentherapie einen lokalen Rückfall erleiden, scheinen lokale Therapien ohne Einsatz von Androgendeprivation eine rationale Option zu sein, wie eine Metaanalyse nahelegt.

Interventionsprogramm reduziert Angst und Depression bei jungen Krebskranken

Laut einer US-amerikanischen Studie senkt ein strukturiertes Problemlösetraining für junge Erwachsene mit Krebs psychische Belastungen deutlich. Es wurden klinisch relevante Verbesserungen bei Angst, Depression und Lebensqualität nachgewiesen.

Warum das Herz so selten Krebs bekommt

Primäre Malignome – und selbst Metastasen anderer Tumoren – befallen das Herz vergleichsweise selten. Ein internationales Forschungsteam hat nun starke Hinweise dafür vorgelegt, dass es der Herzschlag selbst ist, der das Organ vor malignen Angriffen schützt.    

CDK4/6-Inhibition: Lymphknoteneingriffe nur für die Indikationsstellung lohnen nicht

Ein internationales Team von Onkologinnen und Onkologen hält es nicht für gerechtfertigt, bei frühem Brustkrebs und niedrigem Risiko auf chirurgischem Wege den axillären Lymphknotenstatus zu bestimmen, wenn damit allein das Ziel verfolgt wird, Staging-Informationen für eine etwaige CDK4/6-Inhibitor-Indikation zu gewinnen. Basis der Einschätzung ist eine Reanalyse einschlägiger randomisierter kontrollierter Studien.

Update Onkologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Transurethrale Resektion der Prostata (TURP)/© ungvar / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Frau sitz mit Handy in der Hand auf einem Bett/© Evgeniia Freeman / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Rechtsatriale und rechtsventrikuläre Raumforderung/© Krohn, JN et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Verschiedene Marker im TLN („target lymph node“) vor NACT (neoadjuvante Chemotherapie)/© Reimer T, Hartmann S | all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH