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01.11.2014 | Originalarbeit | Ausgabe 4/2014

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 4/2014

Zur Phänomenologie islamistisch-terroristischer Straftäter

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 4/2014
Autor:
Prof. Dr. Norbert Leygraf

Zusammenfassung

Über individuelle Hintergründe terroristischer Straftaten ist bislang etwas Zuverlässiges bekannt. Die wenigen vorhandenen empirischen Studien basieren in der Regel auf einer Betrachtung sozialstatistischer Merkmale ohne Einbeziehung persönlichkeitsdiagnostischer oder psychopathologischer Befunde. Die vorliegende Arbeit stützt sich auf 40 Gutachten, die der Autor in den Jahren 2000–2013 über insgesamt 29 Probanden erstattet hat. Alle Probanden hatten islamistisch motivierte Straftaten begangen, 23 von ihnen konnten ausführlich exploriert und untersucht werden. Während es sich zunächst durchweg um Täter handelte, die nach Deutschland eingewandert waren, hat sich in den letzten Jahren auch in diesem „Gutachten-Sample“ eine jüngere Tätergruppe herauskristallisiert, die in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Bei der „Einwanderungsgruppe“ (n = 19) fanden sich keine psychopathologischen Auffälligkeiten, aber auch nur wenig Ich-syntone Überzeugungstäter. Vielmehr war hier eine Reihe primär dissozial auffälliger Täter vertreten sowie Probanden, die in Deutschland in ihrer Lebensführung oder mit ihren Zielen gescheitert waren. Von den jungen, in Deutschland aufgewachsenen Islamisten (n = 10) waren 3 Probanden an einer schizophrenen Psychose erkrankt. Zwei Probanden hatten eine primär dissoziale Problematik. Bei den übrigen Probanden fanden sich zwar Besonderheiten in der Entwicklungsgeschichte, insbesondere im Bereich der Identitätsfindung, ohne dass dabei aber ein einheitliches Grundmuster für die persönliche Entwicklung zu einem islamistischen Straftäter deutlich geworden wäre.

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