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15.12.2016 | Originalien | Ausgabe 7/2017

Der Nervenarzt 7/2017

Zwangsmaßnahmen in deutschen Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie

Eine Pilotstudie der DGPPN zur Erprobung eines einheitlichen Erfassungsinstrumentes

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 7/2017
Autoren:
K. Adorjan, T. Steinert, E. Flammer, A. Deister, M. Koller, M. Zinkler, S. C. Herpertz, S. Häfner, F. Hohl-Radke, K. H. Beine, P. Falkai, G. Gerlinger, Prof. Dr. O. Pogarell, T. Pollmächer
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Onlineversion dieses Beitrags (doi: 10.​1007/​s00115-016-0261-3) enthält den verwendeten Fragebogen zur Erfassung freiheitsentziehender Maßnahmen. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​der-nervenarzt zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.
O. Pogarell und T. Pollmächer haben gleichermaßen zu dem Artikel beigetragen.
Diese Studie wurde von der Task-Force Patientenautonomie der DGPPN konzipiert und durchgeführt.

Zusammenfassung

Ziel der Studie

Im Rahmen eines Pilotprojektes der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde ein einfaches Instrument zur fallbezogenen Erfassung von Zwangsmaßnahmen getestet.

Methodik

Zur Erfassung von Zwangsmaßnahmen wurden Daten in 8 Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie in Deutschland im Verlauf von 3 Monaten erhoben. Dokumentiert wurden die Art der angewendeten Maßnahmen, die Hauptdiagnosen und die den Zwangsmaßnahmen zugrunde liegenden Rechtsgrundlagen.

Ergebnisse

Der Einsatz von Zwangsmaßnahmen erfolgte in der untersuchten Stichprobe in 8,0 % der Fälle. Zwangsmaßnahmen wurden am häufigsten bei Patienten aus dem schizophrenen Formenkreis eingesetzt. Der rechtfertigende Notstand als Rechtsgrundlage von Zwangsmaßnahmen kam besonders häufig zur Anwendung.

Schlussfolgerung

Grundlage für die Reduzierung von Zwangsmaßnahmen sind geeignete Messinstrumente und verlässliche Daten, die das Lernen von „best practice“ ermöglichen.

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Literatur
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