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31. Zwerchfellparese

  • 2022
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Das Zwerchfell (= Diaphragma) stellt den wesentlichen Muskel der Inspiration dar und ist aus diesem Grund ein zentraler Bestandteil der Atempumpe. Verschiedene Erkrankungen können zu einer Affektion des Zwerchfells führen und somit eine diaphragmale Funktionsstörung bedingen. Die klinische Präsentation der Patienten mit Zwerchfellparese variiert hierbei stark. Insbesondere bei einseitiger Affektion können die Patienten auch asymptomatisch sein oder nur eine leichte Belastungsdyspnoe verspüren. Bei einigen Patienten kommt es ohne spezifische Therapie zu einer Spontanheilung der Zwerchfellparese, was insbesondere für die idiopathische Zwerchfelllähmung oder Lähmungen aufgrund einer neuralgischen Schulteramyotrophie zutrifft. Die Chancen, dass es zu einer Spontanheilung kommt, nehmen mit der Dauer der Erkrankung ab und sind innerhalb des ersten Jahres nach Diagnosestellung am größten. Tritt eine Spontanremission nicht ein, stehen zur Therapie der Zwerchfellparese konservative und operative Maßnahmen zur Verfügung. So kann ein spezifisches inspiratorisches Atemmuskeltraining (IMT) bei Patienten mit Zwerchfellparese durchgeführt werden. Bei respiratorischer Insuffizienz muss zudem die Indikation zur Einleitung einer nichtinvasiven Beatmung (NIV) geprüft werden. Bei schwerer Symptomatik, einseitiger Parese und längerem Verlauf sollte im Weiteren aber auch die Indikation zur operativen Therapie mit dem Patienten evaluiert werden. Hierbei wird das paretische Zwerchfell durch eine Raffung des Zwerchfells in Inspirationsstellung fixiert.
Titel
Zwerchfellparese
Verfasst von
Sarah Bettina Schwarz
Nils Jurriaan Kosse
Daniel Sebastian Majorski
Wolfram Windisch
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-63651-0_31
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