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Organerhaltende Therapie des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms

Erschienen in:

Zusammenfassung

Das muskelinvasive Harnblasenkarzinom stellt eine therapeutische Herausforderung dar. Die radikale Zystektomie (RC) und die blasenerhaltende trimodale Therapie (TMT) gelten bei jeweils geeigneter Fallauswahl als onkologisch gleichwertige Behandlungsalternativen. Bei der TMT handelt es sich um ein interdisziplinäres Therapiekonzept, bestehend aus einer initialen transurethralen Resektion (TUR), gefolgt von einer simultanen Radiochemotherapie (RCT) sowie einer obligaten Reevaluations-TUR 6–12 Wochen nach Ende der RCT mit dem Ziel der Heilung bei erhaltener Blase. Die Einhaltung wichtiger Qualitätskriterien, z. B. eine möglichst komplette initiale TUR oder die Durchführung der Bestrahlungsserie als simultane RCT, ist entscheidend für eine erfolgreiche TMT. Daten aus einem randomisierten Vergleich zwischen RC und TMT liegen nicht vor, da derartige Studien (insbesondere durch häufige Inakzeptanz des Randomisierungsergebnisses bei Operation vs. nichtoperative Therapie) als nicht durchführbar gelten. Die beste Evidenz ergibt sich aus der Auswertung prognostisch gematchter Kollektive, und in aktuellen derartigen Analysen war hinsichtlich sowohl des Gesamt- als auch des krankheitsspezifischen Überlebens kein Vorteil für die RC nachweisbar. Derzeit laufen etliche Studien, in denen die TMT mit modernen Immuncheckpointinhibitoren (ICI) kombiniert wird, deren Wirksamkeit sowohl beim lokal fortgeschrittenen als auch beim metastasierten Harnblasenkarzinom bereits nachgewiesen wurde. Obwohl aktuell noch keine handlungsweisenden Ergebnisse vorliegen, ist in den kommenden Jahren davon auszugehen, dass die ICI, wie auch bei anderen Entitäten, die Konzepte zum Blasenerhalt verändern werden.
Titel
Organerhaltende Therapie des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms
Verfasst von
Prof. Dr. Oliver J. Ott
Publikationsdatum
22.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 10/2025
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-025-00685-6
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