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Zukunft der Mukoviszidoseforschung und -therapie

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Zusammenfassung

Mukoviszidose (zystische Fibrose, CF) ist die häufigste monogenetische Erkrankung in der weißen Bevölkerung und wird durch Mutationen im CFTR-Gen verursacht. Die häufigste Mutation F508del kommt bei ca. 85 % der CF-Patienten auf mindestens einem Allel vor und geht mit einer defekten Faltung des Proteins „cystic fibrosis transmembrane conductance regulator“ (CFTR) einher. Die Entwicklung von CFTR-Modulatoren hat zur signifikanten Verbesserung der Lungenfunktion und der Lebensqualität bei Patienten mit Mukoviszidose geführt. Eine hocheffektive CFTR-Modulator-Therapie ist aktuell für ca. 85 % der Patienten in Deutschland aufgrund ihres CF-Genotyps zugelassen. In Bezug auf diese Patienten mit häufigen CFTR-Mutationen besteht die Aufgabe in Zukunft darin, die Korrektur der CFTR-Funktion weiter zu optimieren und im Idealfall zu normalisieren. Für Patienten, die aktuell keinen Zugang zu einer Modulatortherapie haben oder diese nicht vertragen, werden andere Strategien wie genetische Therapien oder die Beeinflussung alternativer Ionenkanäle entwickelt. Neben der Entwicklung neuer kausaler Therapien sind die Forschung und Entwicklung von effektiveren mukolytischen, antiinflammatorischen und antiinfektiven Therapien für alle CF-Patienten weiterhin von zentraler Bedeutung. Die vorliegende Übersichtsarbeit beleuchtet den aktuellen Fortschritt in der Forschung und die verbleibenden Hindernisse in der Entwicklung effektiver Therapien zur Korrektur des Basisdefekts bei allen Patienten mit Mukoviszidose.
Titel
Zukunft der Mukoviszidoseforschung und -therapie
Verfasst von
Dr. med. Simon Y. Graeber
Prof. Dr. med. Marcus A. Mall
Publikationsdatum
01.11.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Pneumologie / Ausgabe 6/2024
Print ISSN: 2731-7404
Elektronische ISSN: 2731-7412
DOI
https://doi.org/10.1007/s10405-024-00588-3
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