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G-CSF zur Prophylaxe der Neutropenie und der febrilen Neutropenie, Anämie bei Krebserkrankung

Supportivtherapieleitlinien, Teil 1

Erschienen in:

Zusammenfassung

Infektionen bei neutropenischen Patienten nach Chemotherapie manifestieren sich meistens durch Fieber (febrile Neutropenie, FN). Zu den wichtigsten Determinanten des FN-Risikos gehören der Chemotherapietyp, die Dosisintensität und patientenspezifische Faktoren. Bei einem FN-Risiko von 20 % oder höher wird die Granulopoese nach der Therapie prophylaktisch mit G‑CSF („granulocyte colony-stimulating factor“) stimuliert. Eine Anämie sollte immer abgeklärt und falls erforderlich entsprechend ihrer Ursache bei Anämiebeschwerden behandelt werden. Wenn ein absoluter oder funktioneller Eisenmangel vorliegt, dann ist meistens eine intravenöse (i.v.) Eisensubstitution erforderlich. Erythropoesestimulierende Substanzen können nach Chemotherapie bei Hämoglobin(Hb)-Werten unter 10 g/dl (6,2 mmol/l) verwendet werden. Bei chronischer Anämie und Hb-Werten unter 8–7 g/dl (< 5,0–4,3 mmol/l) sollte die Indikation für die Transfusion von Erythrozytenkonzentraten primär anhand der individuellen klinischen Symptomatik gestellt werden.
Titel
G-CSF zur Prophylaxe der Neutropenie und der febrilen Neutropenie, Anämie bei Krebserkrankung
Supportivtherapieleitlinien, Teil 1
Verfasst von
Hartmut Link
Publikationsdatum
20.06.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 6/2022
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-022-00398-0
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