Skip to main content
main-content

19.04.2021 | DGIM 2021 | Nachrichten

Aktionspläne

Klimaschutz: Tipps für Praxis und Patienten

Autor:
Dr. med. Bianca Bach

Hausärzte betreuen besonders viele Klima-vulnerable Patienten und sind prädestiniert, dem Klimawandel und seinen Folgen etwas entgegenzusetzen. Tipps dazu gab‘s beim DGIM.

Hausärzte haben ein über Jahre gewachsenes Vertrauensverhältnis zu ihren Patienten und kennen deren Lebensumstände. Sie können Menschen zu klimaschützendem Verhalten und Lebensstiländerungen ermutigen und vulnerable Patienten bei Extremwetterlagen vor akuten Gesundheitsgefahren bewahren. Etwa durch Warnsysteme oder eine Hitzesprechstunde.

Gerade in Ballungszentren entstehen im Sommer regelrechte Hitzeinseln. Dort ist die Feinstaubbelastung besonders hoch. Beides macht besonders Lungen-, Herzkreislauf- und Nierenkranken zu schaffen. Gefährdet sind vor allem alte, multimorbide Patienten, die viele Medikamente einnehmen.

Hitzesprechstunde für vulnerable Patienten

Hitze „wird für uns [...] immer mehr ein brennendes, ganz alltägliches Problem“, sagte Dr. Robin Maitra, hausärztlich niedergelassener Internist aus Hemmingen, beim DGIM-Kongress. Er hat Vorschläge, was Kollegen im Praxisalltag dagegen tun können. Etwa Aktionspläne für die eigene Praxis erstellen. Oder eine Hitzesprechstunde für vulnerable Patienten: vorzugsweise früh am Morgen, mit möglichst kurzen Wartezeiten, Getränkeangebot für ausreichend Flüssigkeitszufuhr und guter Raumlüftung.

Sinnvoll ist, gefährdete Patienten vorab zu identifizieren und in der Praxissoftware zu markieren. So kann man sie bei klimatischen Extremereignissen vorwarnen und zum Beispiel die Diuretika prüfen. In Altenheimen könnten Schutzzonen in Räumen, die nicht überhitzen, eingerichtet werden. Individuelle Gefährdungen können auch beim Gesundheitscheck angesprochen werden. Zugleich ist Klimaschutz auch in der Praxis selbst möglich, vom Bau bis zur Materialbeschaffung und Abfallwirtschaft. „Sobald wir in der Praxis anfangen, steril zu arbeiten, machen wir einen Müllberg, der seinesgleichen sucht“, so Maitra und verwies auf die Initiative Nachhaltige Praxis, die auch dafür Lösungen sucht.

Quelle: Ärzte Zeitung

Weiterführende Themen

Passend zum Thema

ANZEIGE

Chronische KHK patientenindividuell behandeln

Bei Patienten mit chronischer KHK und stabiler Angina pectoris sind Begleiterkrankungen gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische KHK ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Wahl der antianginösen Dauertherapie. Dabei wird nicht mehr zwischen Antianginosa der ersten und zweiten Wahl unterschieden [1].

ANZEIGE

KHK: Geringeres Sterblichkeitsrisiko durch mehr Bewegung

Häufig schränken Patienten mit stabiler KHK ihre Aktivitäten ein. Angst vor Angina-pectoris-Attacken könnte eine mögliche Ursache dafür sein. Dabei ist es gerade für diese Patienten wichtig, im Alltag aktiv zu bleiben, denn mit zunehmender Bewegung sinkt das Gesamtsterblichkeitsrisiko [13].

ANZEIGE

Stabile KHK im Fokus: Individualisiertes Therapiemanagement

Die wesentlichen Behandlungsziele der stabilen KHK sind die Verbesserung von Symptomatik, Belastungstoleranz und Lebensqualität, sowie die Prävention von Ischämien und Myokardinfarkt. Viele Patienten weisen Begleiterkrankung auf – ein individualisiertes Therapiemanagement ist deshalb unerlässlich. Informieren Sie sich hier über aktuelle Therapiestrategien.

Passend zum Thema

ANZEIGE

COPD-Praxisempfehlung: Individuelle Therapie im Mittelpunkt

Nationale Leitlinien, internationale Empfehlungen, aktuelle Studien – es ist nicht immer leicht, als Arzt den Überblick zu behalten. Ein Expertenteam hat daher eine Praxisempfehlung entwickelt, welche die individuelle COPD-Therapie des Patienten in den Mittelpunkt rückt.

ANZEIGE

Pink Puffer vs. Blue Bloater – sind Patiententypen noch aktuell?

COPD ist eine heterogene und komplexe Erkrankung. Patienten können Symptome und Merkmale in unterschiedlichem Ausmaß aufweisen.[1] Für die COPD-Therapie sind Patiententypen daher mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Doch in welchen Fällen können sie nach wie vor ihre Berechtigung haben?

ANZEIGE

COPD Panorama

Mit einem Klick zum Überblick: Informieren Sie sich über die Vorteile der symptomorientierten Dualtherapie, erfahren Sie spannende Insights zur Indikation und lesen Sie aktuelle Studienergebnisse.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Der komplexe Weg eines Impfstoffs

Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und ermöglichen es uns, bestimmten Infektionskrankheiten vorzubeugen. Sie können uns sogar in die Lage versetzen, einzelne Krankheitserreger auszurotten. Doch wie werden Impfstoffe eigentlich hergestellt?

ANZEIGE

Antworten auf 10 häufige Impf-Einwände

Ein Gespräch mit impfkritischen Patienten kann schnell zur Herausforderung werden.[1] Mit welchen Argumenten kann man versuchen, die Bedenken dieser Patienten abzubauen? Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Antworten das Robert Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geben.

ANZEIGE

Impfungen – vom Säugling bis zum Senior

Als eines der global führenden Gesundheitsunternehmen besitzt MSD mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Impfstoffen. Hier finden Sie Informationen zu einigen der von der STIKO empfohlenen Immunisierungen, z.B. der MMRV- und der HPV-Impfung sowie der Pneumokokken-Impfung für Senioren.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Dysphagie Screening Tool Geriatrie (DSTG)

Ende 2019 ist das neue Dysphagie Screening Tool Geriatrie (DSTG) der AG Dysphagie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) erschienen.

ANZEIGE

Zellfrisch – der Podcast für Deine Zellgesundheit

Hören Sie den Podcast „Zellfrisch“ mit Nina Ruge live geschaltet zum Welt-Alzheimertag am 21.09. Die Moderatorin beleuchtet in den ersten sechs spannenden Folgen die Geheimnisse des Alterns. Gemeinsam mit Gästen aus Medien und Wissenschaft erkundet sie, wie wir Demenz vorbeugen und auch im Alter gesund bleiben können. In der neuen 7. Folge vom 17.02.2021 geht es um die gesundheitsfördernden Effekte des Fastens.

ANZEIGE

consilium Geriatrie – Expertenwissen zum Thema gesundes Altern und Demenzprävention

Körperliche und geistige Gesundheit bis ins hohe Alter. Kaum ein Wunsch ist in der Gesellschaft so präsent. Umso wichtiger ist es über die verschiedenen altersbedingten Krankheiten und deren Prävention informiert zu sein. Das consilium Geriatrie ist Ihr persönlicher Zugang zu Expertenwissen zum Thema altersbedingte Erkrankungen und Demenzprävention.

Bildnachweise