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Erschienen in:

19.07.2022 | Tachykarde Herzrhythmusstörungen | Leitthema

Neuromuskuläre Manifestationen beim Long-COVID-Syndrom

verfasst von: Prof. Dr. med. Helmar C. Lehmann

Erschienen in: Der Nervenarzt | Ausgabe 8/2022

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Zusammenfassung

Unter dem Long-COVID(„coronavirus disease“)-Syndrom werden Beschwerden zusammengefasst, die nach einer akuten SARS-CoV-2(„severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2“)-Infektion auftreten, über einen Zeitraum von mehreren Wochen anhalten und nicht durch eine andere Diagnose erklärt werden können. Long-COVID wird als Multiorganmanifestation aufgefasst. In diesem Übersichtsartikel wird die Datenlage hinsichtlich neuromuskulärer Manifestationen des Long-COVID-Syndroms summiert und anhand von Kriterien wie Effektstärke, Plausibilität, Kohärenz und experimentelle Evidenz bewertet. Bisher sind vor allem Myalgien und eine autonome Dysfunktion (u. a. das posturale Tachykardiesyndrom) als neuromuskuläre Symptome von Long-COVID beschrieben worden. Die bisherige Evidenz ist allerdings gering: Neben einer sehr heterogenen Methodik und unterschiedlichen Definitionen in den klinischen Long-COVID-Studien fehlen schlüssige experimentelle Daten, die die beschriebenen Symptome als spezifische Langzeitfolge von COVID-19 belegen.
Literatur
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Zurück zum Zitat NICE guideline (2020) COVID-19 rapid guideline: managing the long-term effects of COVID-19 (NG188) NICE guideline (2020) COVID-19 rapid guideline: managing the long-term effects of COVID-19 (NG188)
Metadaten
Titel
Neuromuskuläre Manifestationen beim Long-COVID-Syndrom
verfasst von
Prof. Dr. med. Helmar C. Lehmann
Publikationsdatum
19.07.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Der Nervenarzt / Ausgabe 8/2022
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407
DOI
https://doi.org/10.1007/s00115-022-01321-2

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