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2023 | Buch

Therapeutische Endoskopie im Gastrointestinaltrakt

herausgegeben von: Georg Kähler, Martin Götz, Norbert Senninger

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Auch in der 2. Auflage des Buches ist die Vielfalt der etablierten und modernen endoskopisch-therapeutischen Interventionen von Experten aus Viszeralchirurgie und Gastroenterologie systematisch, umfassend und praxisnah dargestellt. Zahlreiche endoskopische Bilder und Schemazeichnungen illustrieren die Beschreibungen der Therapieverfahren.

Zu jedem endoskopischen Verfahren sind beschrieben:

- Indikationen

- personelle, instrumentelle und technische Voraussetzungen

- Durchführung

- Ergebnisse

- Limitationen, Komplikationen und deren Management.

Alle Beiträge wurden aktualisiert; neu hinzugekommen ist ein eigenes Kapitel über Hygienemaßnahmen. Praktische Tipps und Hinweise auf alternative Vorgehensweisen sprechen den jungen Facharzt ebenso an wie den erfahrenen Endoskopiker und Endoskopie-Fachkräfte aus anderen Berufsgruppen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Endoskopische Resektionsverfahren
Zusammenfassung
Die endoskopischen Resektionsverfahren sind sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie von großer Bedeutung. Ihr Schwierigkeitsgrad ist stark von Größe und Form der Läsion abhängig. Obwohl sich die Anwendung der einzelnen Verfahren in den verschiedenen Organen und Abschnitten des Gastrointestinaltraktes erheblich voneinander unterscheidet, werden die Verfahren hier unter dem übergeordneten technischen Aspekt ihrer Durchführung dargestellt; auf eventuelle organspezifische Besonderheiten wird im Text verwiesen.
Georg Kähler
Kapitel 2. Endoskopische Rekanalisationsverfahren
Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die vielfältigen endoskopischen Techniken zur Wiederherstellung oder Erhaltung der Durchgängigkeit im endoluminalen Gastrointestinaltrakt dargestellt. Neben einer anschaulichen Beschreibung der Prozeduren soll ein kurzer Überblick über die jeweiligen Indikationen und die klinischen Ergebnisse gegeben werden. Sowohl die Achalasie als auch das Zenker-Divertikel und subepitheliale Tumoren können eine Passagestörung mit teilweise ausgeprägter Dysphagie und mechanischer Obstruktion darstellen, somit wird auch auf diese endoskopisch anspruchsvollen Techniken eingegangen. Aufgrund ihrer wichtigen Bedeutung bezüglich der Prognose und Rezidivrate von endoluminalen Tumoren und damit der Erhaltung der Durchgängigkeit in den verschiedenen Abschnitten des GI-Traktes werden darüber hinaus auch ablative Verfahren (APC/Laser) kursorisch beschrieben.
Eleni Leventi, Axel Eickhoff
Kapitel 3. Endoskopische Blutstillung
Zusammenfassung
Im gesamten Gastrointestinaltrakt können Blutungen unterschiedlicher Schwere und Intensität auftreten. Dabei werden die verschiedenen Blutungen je nach Ort der Entstehung unterschieden (obere, mittlere und untere gastrointestinale Blutung). Der obere GI-Trakt (OGIT) reicht hierbei vom Ösophagus bis zur Papilla Vateri. Von einer mittleren gastrointestinalen Blutung (MGIB) spricht man, wenn die Quelle zwischen der Papilla Vateri und dem terminalen Ileum liegt. Die untere GI-Blutung (UGIB) – vom Rektum bis zum terminalen Ileum – kann in der Regel durch die Koloskopie behandelt werden. Anatomisch (alte Nomenklatur) spricht man von einer oberen gastrointestinalen Blutung (OGIB), wenn diese proximal des Treitz’schen Bandes lokalisiert ist, die UGIB dagegen ist per definitionem distal des Treitz’schen Bandes lokalisiert und reicht von der Flexura duodenojejunalis bis zum Anus.
Johannes Wilhelm Rey, Ralf Kiesslich, Arthur Hoffman
Kapitel 4. Endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie
Zusammenfassung
Die Entwicklung von Seitblickduodenoskopen in den 1970er Jahren hat in Verbindung mit Kanülierungsverfahren der Papille die kontrastmittelgestützte radiologische Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge ermöglicht. Diese wurde früh ergänzt durch therapeutische Interventionen, beginnend mit der Erstbeschreibung der endoskopischen Papillotomie 1974. Die endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) unterscheidet sich von vielen anderen endoskopischen Verfahren dadurch, dass sie heute im Regelfall als therapeutische Intervention geplant wird. Die rein diagnostische ERCP kann häufig durch weniger invasive Verfahren wie die (Endo-)Sonographie, die Computertomographie und die Magnetresonanztomographie/MR-Cholangiopankreatikographie (MRCP) ersetzt werden. Im Gegensatz hierzu ist die therapeutische ERCP zur Behandlung von Gallengangs- und Pankreaskonkrementen, von Gangstrikturen und zur palliativen Therapie von Karzinomen durch neue Modalitäten ergänzt worden und in ihrem Stellenwert gewachsen.
Alexander Meining, Martin Götz
Kapitel 5. Endosonographisch gesteuerte Interventionen: Indikationen, Kontraindikationen, Risiken
Zusammenfassung
Die Endosonographie mit Feinnadelpunktion ist heute eine sehr wichtige, spezialisierte endoskopische Methode zur Diagnostik und Therapie zahlreicher Erkrankungen. Bei minimaler Invasivität und minimalen Komplikationen besitzt sie in erfahrenen Händen eine hohe klinische Effektivität. Insbesondere bei der Artdiagnostik kleinerer und disseminierter Läsionen entlang und um den Gastrointestinaltrakt und die Bronchien sowie zum Tumor-Staging und zur Lokaltherapie ist die Methodik etabliert und nutzbringend. In diesem Kapitel werden die wichtigsten Anwendungen und technischen Voraussetzungen detailliert dargestellt.
Christian Jürgensen, Stefan Hollerbach
Kapitel 6. Endoskopische Interventionen bei Insuffizienzen und Fisteln
Zusammenfassung
Trotz stetig weiterentwickelter Operationsverfahren führen Anastomoseninsuffizienzen im Gastrointestinaltrakt nach wie vor zu einer relevanten Morbidität und Mortalität. Die Entwicklung der interventionellen Endoskopie hat ein konservativ-interventionelles Management dieser Komplikationen in vielen Fällen möglich gemacht. In diesem Kapitel werden drei wichtige endoskopische Therapieoptionen behandelt. Die Stenttherapie wird seit vielen Jahren vor allem im oberen GI-Trakt zur Abdichtung von Leckagen und Insuffizienzen eingesetzt. Die endoskopische Vakuumtherapie erzielt eine Drainage von Insuffizienzhöhlen mittels kontinuierlichen Sogs und fördert so eine Verkleinerung und Heilung von Insuffizienzen. Sie steht mittlerweile in der klinischen Routine am oberen und unteren GI-Trakt zur Verfügung. Schließlich haben Over-the-Scope Clips (OTSC) die Möglichkeiten des Clipverschlusses von Fisteln und Leckagen erheblich erweitert.
Rudolf Mennigen, Mike Laukötter, Mario Colombo-Benkmann, Rudolf Mennigen, Mario Colombo-Benkmann, Mike Laukötter, Rudolf Mennigen
Kapitel 7. Endoskopische Ernährungstechniken
Zusammenfassung
Die Verfahren der endoskopischen Platzierung von Ernährungssonden sind in den letzten 50 Jahren zunehmend klinisch eingesetzt worden. Nachdem traditionell chirurgische Gastrostomien, später dann nasogastrale Sonden verwendet wurden, werden heutzutage vor allem auch perkutane Systeme im Langzeitverlauf angewendet. Hier ist eine differenzierte Indikationsstellung notwendig. Auch heute noch setzt die individualisierte Verwendung der Verfahren einen hohen Ausbildungsstand voraus. In jüngerer Zeit finden endoskopische Implantate auch bei metabolischen Erkrankungen temporäre Verwendung; diese Entwicklungen werden hier ebenfalls dargestellt.
Arno J. Dormann
Kapitel 8. Endoskopische Fremdkörperextraktion
Zusammenfassung
Fremdkörperentfernungen sind eine häufige Entität in der Endoskopie. Der Vielfalt möglicher Fremdkörper sind dabei kaum Grenzen gesetzt, und selbst erfahrene Endoskopiker können überrascht werden davon, was Menschen sich alles zuführen können. Daraus leitet sich ein manchmal sehr individuelles Vorgehen ab. Trotzdem gibt es allgemeingültige Überlegungen und Tricks, die in den folgenden Abschnitten näher beleuchtet werden sollen.
Peter Collet
Kapitel 9. Proktologische Interventionen
Zusammenfassung
Die Proktologie besitzt einen interdisziplinären Charakter mit chirurgischen, dermatologischen und venerischen Krankheitsbildern. Sie stellt im wahrsten Sinne des Wortes ein »Randgebiet« der Endoskopie dar, entzieht sich aber weitgehend der normalen, koloskopischen Diagnostik. Dennoch sind die meisten im Folgenden abgehandelten anorektalen Erkrankungen durch eine sorgfältige Inspektion, eine rektal-digitale Untersuchung und eine Proktoskopie gut erkenn- und therapierbar.
Rüdiger Proßt
Kapitel 10. Kombinierte laparoskopisch-endoskopische Verfahren
Zusammenfassung
Die Kombination eines (minimalinvasiven) operativen Eingriffs mit einer simultanen flexibel-endoskopischen Intervention kann bei vielen Indikationen sinnvoll sein, um das therapeutische Procedere effizienter und sicherer zu machen. Dabei kann das Ausmaß bzw. der Beitrag der endoskopischen Unterstützung erheblich variieren: Man unterscheidet terminologisch zwischen einer alleinigen intraoperativen Endoskopie (z. B. zur Befundlokalisation), einer kombinierten laparoskopisch-endoskopischen Intervention und einem hybriden NOTES-Verfahren. Die kombinierte Intervention zeichnet sich dadurch aus, dass Endoskopie und Laparoskopie gleichberechtigt nebeneinander zum Einsatz kommen.
Dirk Wilhelm, Alexander Meining, Hubertus Feußner
Kapitel 11. Hygiene in der Endoskopie
Zusammenfassung
Das Endoskop als mögliche Infektionsquelle ist in der flexiblen Endoskopie bereits seit Jahrzehnten ein relevantes Thema und wird in den Fachgesellschaften und Medien weltweit zunehmend kritisch diskutiert. Bislang liegen allerdings nur Ausbruchsserien und keine prospektiv randomisierten und damit evidenzbasierten Daten vor. Die beschriebenen Ausbruchsserien geben allenfalls eine vage Vorstellung und lassen keine Rückschlüsse auf die reale Infektionsgefährdung zu. Als besonders kritisch zu bewerten sind Duodenoskope, Echoendoskope und Bronchoskope. In den letzten Jahren kam es vor allem nach ERCP zu einigen kritischen Ausbrüchen, teilweise mit multiresistenten Erregern, sodass von einem realen Problem und nicht nur von einem Hype auszugehen ist.
Axel Eickhoff
Kapitel 12. Juristische Rahmenbedingungen für interventionelle endoskopische Eingriffe
Zusammenfassung
Interventionelle endoskopische Eingriffe unterliegen wie alle Behandlungsmaßnahmen rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese müssen dem Arzt bekannt sein, um sein Handeln auf ein rechtssicheres Fundament stellen und potenziellen Haftungsansprüchen angemessen begegnen zu können. Das Arzthaftungsrecht ist kein eigenständiges Rechtsgebiet, jedoch ergibt sich eine gewisse Sonderstellung aus der öffentlichen Wahrnehmung ärztlicher Haftungsprozesse sowie beweisrechtlicher Besonderheiten. Nicht jede Komplikation ist ein »Kunstfehler«, weshalb beim Vorwurf eines Behandlungsfehlers ein angemessenes Verhalten entscheidend zur Klärung im Sinne von Arzt und Patient beiträgt. Bei Kenntnis der anzuwendenden Normen lassen sich rechtliche Auseinandersetzungen weitestgehend vermeiden bzw. im Interesse beider Seiten regulieren.
Doris Dorsel
Backmatter
Metadaten
Titel
Therapeutische Endoskopie im Gastrointestinaltrakt
herausgegeben von
Georg Kähler
Martin Götz
Norbert Senninger
Copyright-Jahr
2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-65087-5
Print ISBN
978-3-662-65086-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-65087-5

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