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Publiziert am: 31.01.2018
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Megakaryozyten
Verfasst von: H. Baum
Megakaryozyten
Synonym(e)
Knochenmarkriesenzellen
Englischer Begriff
megacaryocyte
Definition
Hyperploide Knochenmarkriesenzelle, aus der durch Zytoplasmaabschnürungen die Thrombozyten hervorgehen.
Beschreibung
Die Megakaryozyten sind durch Endomitose entstandene hyperploide Riesenzellen mit einem durchschnittlich 16-fachen Chromosomensatz. Der Zellkern besteht aus mehreren zusammengelagerten Kernen mit einem aufgelockerten, wolkig erscheinenden Kernchromatin (s. Abbildung; Knochenmark, 630×, May-Grünwald-Giemsa-Färbung):
Das weite Zytoplasma ist dicht feingranuliert, die Kern-/Zytoplasmarelation beträgt lediglich 0,2–0,3. Auch eine Ausknospung reifer Thrombozyten ist meist nachweisbar. Die Megakaryozyten sind in der Regel nur im Knochenmark nachweisbar, wobei sie 0,2 % der Gesamtzellzahl und 50 % innerhalb der megakaryopoetischen Zellreihe ausmachen. Nur im Rahmen von myeloproliferativen Erkrankungen und akuten Leukämien können sie auch im peripheren Blut nachgewiesen werden.
Literatur
Boll I (1991) Knochenmark-Zytologie. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 293CrossRef