Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
A. M. Gressner und O. A. Gressner

Curschmann-Spiralen

Curschmann-Spiralen
Englischer Begriff
Curschmann’s spirals
Definition
Im schleimigen Sputum der Bronchialasthmatiker vorkommende, seilartig gedrehte, durchscheinende Strukturen.
Beschreibung
Von dem Internisten Heinrich Curschmann (Curschmann, Heinrich) beschriebene, im glasig-schleimigen, zähen Sputum von Patienten mit Asthma bronchiale und spastischer Bronchitis nachweisbare Einschlüsse. Es handelt sich bei mikroskopischer Betrachtung des ausgebreiteten Sputums um oft fest gedrehte, elastische und in ihrem ganzen Verlauf ohne Unterbrechung gewundene Spiralen, die einen Zentralfaden aufweisen, der als Achse durch die ganze Spirale zieht. Durch Zusatz 30 %iger Essigsäure deutliches Hervortreten des Zentralfadens. Häufig gemeinsames Auftreten mit Charcot-Leyden-Kristallen.
Literatur
Hallmann L (1980) Klinische Chemie und Mikroskopie, 11. Aufl. Georg Thieme Verlag, Stuttgart/New York