Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Baum

Metamyelozyten

Metamyelozyten
Synonym(e)
Granulozyt, jugendlicher
Englischer Begriff
metamyelocyte
Definition
Intermediäre Reifungsstufe der myeloischen Zellreihe mit neutrophilem Zytoplasmasaum und ovalem Kern.
Die Abbildung zeigt einen Metamyelozyten mit leicht basophilem Zytoplasma bei einem Patienten mit Sepsis (peripheres Blut; 1000×, May-Grünwald-Giemsa-Färbung):
Beschreibung
Der Metamyelozyt ist eine morphologisch differenzierbare intermediäre Reifungsstufe der Granulozytopoese. Der Metamyelozyt ist etwas kleiner als Myelozyten und hat einen ovalen, häufig leicht eingebuchteten Kern mit einem dichten, streifigen Kernchromatin. Das Zytoplasma ist oxyphil mit kleinen sekundären Granula. Der Metamyelozyt gehört zu den reiferen Formen der Myelopoese und besitzt noch die Fähigkeit zur Zellteilung. Normalerweise kann er nur im Knochenmark nachgewiesen werden. Etwa 15 % aller Knochenmarkzellen gehören zu den Metamyelozyten; innerhalb der myeloischen Reihe sind es 24 %.
Literatur
Boll I (1991) Knochenmark-Zytologie. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 287–291CrossRef