Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
S. Holdenrieder und P. Stieber

Vimentin

Vimentin
Englischer Begriff
vimentin
Definition
Vimentin ist ein Filamentprotein, das in Zellen mesenchymalen Ursprungs Bestandteil des Zytoskeletts ist.
Struktur
Das etwa 54 kDa schwere Vimentin gehört wie die Keratinfilamente, Neurofilamente und Lamine zur Gruppe der intermediären Filamente. Sie sind seilartige, widerstandsfähige Faserproteine mit einem Durchmesser von 8–10 nm und liegen zwischen den Aktinfilamenten und Mikrotubuli und bilden mit diesen das Zytoskelett.
Molmasse
54 kDa.
Indikation
Histopathologische Diagnose von malignen Karzinomen mesenchymalen Ursprungs.
Interpretation
Vimentin kann neben Zytokeratinen (Zytokeratin) und Lamininen (Laminine) als immunhistologischer Marker für die Charakterisierung und Differenzierung von verschiedenen malignen Tumoren, insbesondere von epithelialen, Adenokarzinomen und Sarkomen eingesetzt werden.
Die Bestimmung von Vimentin im Serum oder Plasma wird zur Tumordiagnostik nicht durchgeführt.
Literatur
Fallert-Müller A (2000) Lexikon der Biochemie. Spektrum-Verlag, Heidelberg
Lamerz R, Dati F, Feller AC et al (1988) Tumordiagnostik: Tumormarker bei malignen Erkrankungen. Behringwerke AG, Marburg