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29.01.2018 | Implantologie | Fortbildung | Ausgabe 2/2018

Der Freie Zahnarzt 2/2018

Kurze Implantate vs. Augmentation

Zeitschrift:
Der Freie Zahnarzt > Ausgabe 2/2018
Autoren:
Dr. Dr. Michael Dau, MA, FEBOMFS PD Dr. Dr. Dr. Peer W. Kämmerer
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise
Diese Fortbildung wurde nach den Leitsätzen der Bundeszahnärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zur zahnärztlichen Fortbildung vom 01.01.2006 erstellt.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der Zeitschrift der junge zahnarzt 2017, 8:14-25. https://doi.org/10.1007/s13279-016-5345-8. Die Teilnahme an der zertifizierten Fortbildung ist nur einmal möglich.
PD Dr. P.W. Kämmerer studierte von 2001 bis 2007 Medizin an der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, sowie an der Universität Zürich, Schweiz, und von 2004 bis 2010 Zahnmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main, sowie an der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz. Im Jahr 2007 erfolgte die medizinische und im Jahr 2010 die zahnmedizinische Promotion. Er wurde 2015 habilitiert. Von 2007 bis 2013 war er Assistenzarzt an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Universitätsklinik Mainz, von 2014 bis 2017 Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Rostock. Seit 2014 ist er Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Bis Dezember 2017 übte er die Position des Stellvertretenden Klinikdirektors der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Rostock aus. Heute ist er Leitender Oberarzt und Stellvertretender Klinikdirektor an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Universitätsklinik Mainz. Dr. Kämmerer betätigt sich als Wissenschaftlicher Gutachter in mehr als 20 medizinischen Journalen, ist Autor mehrerer Bücher sowie mehr als 250 nationaler und internationaler Publikationen.
Dr. M. Dau studierte von 1999 bis 2005 Zahnmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald, und arbeitete von 2005 bis 2007 als Assistenzzahnarzt in einer Praxis. Die zahnärztliche Promotion erfolgte 2007 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Seit 2007 ist er Mitarbeiter der Klinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie der Universität Rostock. Von 2005 bis 2011 schloss er das Studium der Humanmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald, und der Universität Rostock an, absolvierte von 2007 bis 2012 die Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie an der Universität Rostock und wurde 2012 ärztlich promoviert. Von 2011 bis 2017 bildete er sich zum Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Universität Rostock weiter.
Einhaltung ethischer Richtlinien-- Interessenkonflikt. M. Dau und P.W. Kämmerer geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Zusammenfassung

Der Einsatz kurzer Implantate als Alternative zum präimplantologischen Knochenaufbau gewinnt zunehmend an Akzeptanz. Laut derzeitiger Definition handelt es sich hierbei um Implantate mit einer vorgesehenen Länge im Knochen ≤8 mm. Früher wurde unter anderem aufgrund der geringeren Knochen-Implantat-Kontaktfläche und des ungünstigen Kronen-Implantat-Längenverhältnisses bei kurzen Implantaten von geringeren Überlebensraten im Vergleich zu ihren längeren Gegenstücken berichtet. Allerdings scheint die Erfolgsrate moderner kurzer Implantatsysteme mit rauer Oberfläche bei korrekter Indikationsstellung annähernd denen mit Standardlängen zu gleichen. Insbesondere wird von einer Häufung prothetischer Komplikationen bei Kronen-Implantat-Längenverhältnissen >2 berichtet. Im Ergebnis scheinen kurze Implantate in ausgewählten Fällen bei entsprechender Expertise eine gute Alternative zu Augmentation und Insertion längerer Implantate darzustellen, gerade weil dieses Behandlungskonzept schneller und kostengünstiger sowie mit weniger Komplikationen behaftet ist. Allerdings liegen derzeit nur vereinzelte Langzeitstudien mit ausreichenden Fallzahlen und somit nur eine eingeschränkte wissenschaftliche Evidenz vor. Dies lässt eine abschließende Aussage noch nicht zu.

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