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27.11.2018 | Prothetik | Fortbildung | Ausgabe 12/2018

Der Freie Zahnarzt 12/2018

Moderne Keramiken klassisch zementiert

Zeitschrift:
Der Freie Zahnarzt > Ausgabe 12/2018
Autoren:
PD Dr. Matthias Rödiger, PD Dr. Sven Rinke, Prof. Dr. Ralf Bürgers
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

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Supplementary material is available for this article at https://​doi.​org/​10.​1007/​s12614-018-7267-0 and is accessible for authorized users.
Eine Biegefestigkeit <350 MPa erfordert die adhäsive Befestigung vollkeramischer Restaurationen. Für Hochleistungskeramiken kann die konventionelle Zementierung vorteilhaft sein. Nicht alle Zemente sind aber für alle keramischen Werkstoffe gleichermaßen geeignet; hier ist individuell und mit werkstoffkundlichem Fachwissen zu entscheiden.
Lebenslauf-- PD Dr. Rödiger studierte von 1997 bis 2002 Zahnmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen und arbeitet seit 2003 am Lehrstuhl für Zahnärztliche Prothetik. Er promovierte 2006 und habilitierte sich im Jahr 2014. Herr Dr. Rödiger ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) sowie der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro).
Einhaltung ethischer Richtlinien-- Interessenkonflikt. M. Rödiger, S. Rinke und R. Bürgers geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Zusammenfassung

Vollkeramische Restaurationen aus klassischer Silikatkeramik sind zwingend adhäsiv zu zementieren, um die reduzierte Festigkeit durch das Verkleben mit der Zahnsubstanz zu kompensieren. Moderne Keramiken aus Zirkoniumdioxid oder Lithiumdisilikat bieten im Gegensatz dazu Festigkeitswerte >350 MPa; dies lässt alternativ die klassische definitive oder provisorische Zementierung zu. Bei der Entscheidungsfindung zur Zementierungsart sind aber nicht nur der Restaurationswerkstoff, sondern auch Aspekte wie die Stumpfgeometrie oder das klinische Arbeitsfeld mitentscheidend. Die klassische Zementierung bietet Vorteile wie einfache und zeitsparende Verarbeitung sowie reduzierte Anforderungen an das klinische Arbeitsfeld (Beispiel: Trockenlegung). Als Nachteile werden ästhetische Einschränkungen diskutiert und ein mögliches erhöhtes Risiko für Retentionsverluste. Nicht alle konventionellen Zemente sind gleichermaßen für die unterschiedlichen Keramiken geeignet, sodass für jeden Fall über die Art der Zementierung individuell entschieden werden sollte.

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Literaturverzeichnis zu ‘Moderne Keramiken klassisch zementiert’ DFZ 12/18
12614_2018_7267_MOESM1_ESM.pdf
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