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01.11.2010 | Leitthema | Ausgabe 7/2010

Der Diabetologe 7/2010

Therapie mit oralen Antidiabetika und/oder Insulin im höheren Alter?

Zeitschrift:
Der Diabetologe > Ausgabe 7/2010
Autoren:
Dr. T. Siegmund, P.M. Schumm-Draeger

Zusammenfassung

Die Epidemie Diabetes mellitus ist im Zunehmen begriffen, wobei die ältere Bevölkerung überproportional betroffen ist. Die Therapie älterer, insbesondere geriatrischer Patienten, die in der Regel älter als 65 Jahre sind und alltagsrelevante Behinderungen aufweisen, die sich als Folge der Multimorbidität entwickelt haben und die Lebensqualität beeinträchtigen, unterscheidet sich zum Teil erheblich vom Rest der Typ-2-Patienten. Unterschiede zeigen sich sowohl bei der diabetologisch-pharmakologischen (orale Antidiabetika, Insuline) als auch in Hinsicht auf die praktische Behandlung, d. h. der Auswahl der Therapiestrategie. Zwar fehlen noch immer Outcome-Daten der Diabetestherapie speziell für ältere Patienten, doch haben die in den letzten Jahren publizierten Endpunktstudien bezüglich der Festlegung eines HbA1c-Ziels die Botschaft erbracht, dass Therapieziele abhängig vom einzelnen Patienten individuell festgelegt werden müssen. Hiervon profitieren gerade ältere, geriatrische Patienten, für die Individualität in der Therapie besonderes relevant ist. Therapieziele sind zwar oftmals weniger streng für ältere oder geriatrische Patienten, dennoch wird – wegen der Bedenken vor Nebenwirkungen – die notwendige Therapie, vor allem eine Insulintherapie, trotz guter therapeutischer Optionen nicht selten zu spät oder nicht ausreichend konsequent umgesetzt. Die Übersichtsarbeit beleuchtet den aktuellen Stand der medikamentösen Diabetestherapie speziell für den älteren Patienten mit Typ-2-Diabetes-mellitus.

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