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17.08.2017 | Leitthema | Ausgabe 12/2017

Der Unfallchirurg 12/2017

Verletzungen der Peronealsehnen

Häufig übersehen

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 12/2017
Autoren:
Priv.-Doz. Dr. K. Klos, M. Knobe, T. Randt, P. Simons, T. Mückley
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Polzer, München

Zusammenfassung

Klinisches Problem

Verletzungen der Peronealsehnen sind selten und werden oft übersehen. Typische Pathologien sind Tendinitis, Ruptur und Luxation. Begleitverletzungen sind Frakturen. Sie sind oft mit Instabilitäten am oberen Sprunggelenk (OSG) und Rückfußfehlstellungen vergesellschaftet. Daher sollten diese Pathologien ausgeschlossen bzw. in der Therapie berücksichtigt werden.

Diagnostik

Zur Diagnostik ist die klinische Untersuchung entscheidend. Ultraschalluntersuchungen sind sehr hilfreich. Das MRT erscheint prinzipiell gut geeignet. Das wahre Ausmaß der Sehnenpathologie wird aber nicht selten erst intraoperativ ersichtlich. Knöcherne Begleitverletzungen und Deformitäten werden röntgenologisch und mit der CT beurteilt.

Leistungsfähigkeit

Auch wenn zu Beginn der Therapie in der Regel konservativ vorgegangen wird, ist gerade bei Rupturen eine Progredienz eher wahrscheinlich. Daher sollte der richtige Zeitpunkt für eine operative Therapie nicht versäumt werden. Hier kommen Nahttechniken und Ersatzverfahren zum Einsatz. Luxationen sind die Domäne der operativen Therapie und erfolgen in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Anatomie/Pathologie. Die Ergebnisse der konservativen Therapie sind auch hier ernüchternd. Die akute Tendinitis hingegen ist einer konservativen Therapie in der Regel gut zugänglich, wenn sie nicht das Resultat einer groben Fehlstellung ist.

Bewertung

Die Rehabilitation nach der operativen Versorgung ist anspruchsvoll und gerade nach der operativen Therapie von Peronealsehnenrupturen langwierig. Die zu erwartenden Ergebnisse erscheinen vielversprechend.

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