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17.02.2021 | Mammakarzinom | Topic | Ausgabe 3/2021

best practice onkologie 3/2021

Postneoadjuvante Therapiekonzepte beim Mammakarzinom

Zeitschrift:
best practice onkologie > Ausgabe 3/2021
Autoren:
Dr. J. Ettl, Dr. J. Stewart-da Coll
Wichtige Hinweise

Redaktion

A. Wöckel, Würzburg

Zusammenfassung

Beim frühen Mammakarzinom wurde beobachtet, dass ereignisfreies und Gesamtüberleben bei Patientinnen mit gutem Therapieansprechen auf eine primäre systemische Chemotherapie (PST) besser sind als bei Patientinnen mit Residualtumoren in der Brust oder in der Axilla nach der PST. Somit ermöglicht die PST sowohl die Verkleinerung des Tumors als auch eine In-vivo-Sensitivitätstestung der Chemotherapie. Denn wenn sich eine pathologische Komplettremission (pCR) herausstellt, kann sie als Surrogatparameter für verbessertes ereignisfreies Überleben und Gesamtüberleben dienen. Das gilt insbesondere für Tumoren mit aggressiver Tumorbiologie wie tripelnegatives Mammakarzinom (TNBC, „triple-negative breast cancer“) und HER2-positives Mammakarzinom, und führte zur Entwicklung der postneoadjuvanten Therapiekonzepte. Einige wichtige aktuelle Studienergebnisse werden in der vorliegenden Arbeit dargestellt. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Daten sollte bei Patientinnen mit TNBC oder mit HER2-positiver Erkrankung die Chemotherapie bevorzugt im neoadjuvanten Setting verabreicht werden, um dann ggf. durch anschließende Gabe einer postneoadjuvanten Chemotherapie die Prognose der Patientin verbessern zu können. Im Fall einer Non-pCR nach neoadjuvanter Chemotherapie sollte eine postneoadjuvante Chemotherapie mit der Patientin diskutiert werden. Die Frage, ob die adjuvante Strahlentherapie parallel oder sequenziell durchgeführt werden soll, ist abhängig von der jeweiligen Substanz und bedarf weiterer Untersuchungen.

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Literatur
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