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01.01.2013 | In der Diskussion | Ausgabe 1/2013

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1/2013

Die Expertenpandemie in den Massenmedien

Wie die Kommunikation von Nichtwissen und Unsicherheiten Vertrauen schaffen kann

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 1/2013
Autor:
V. Stollorz

Zusammenfassung

Die erste Influenzapandemie im 21. Jahrhundert war ein Paradebeispiel dafür, wie öffentliches Vertrauen in Expertenempfehlungen erodieren kann, wenn deren Prognosefähigkeit plötzlich in Zweifel steht. Eine zu Anfang hohe Konsonanz des Pandemiealarms in den Massenmedien verursachte im weiteren Verlauf eine erhöhte Resonanz der Zweifel an seiner Angemessenheit. In der Folge kam es zu einem paradox anmutenden Effekt, bei dem sogar ein und dasselbe Medienprodukt zunächst ein überriskantes Bild der gesellschaftlichen Gefährdungslage zeichnete, um genau dieses Bild wenige Wochen später als übertrieben zu brandmarken. Ein Defekt des Journalismus? Der vorliegende Beitrag diskutiert 3 Umstände, unter denen solche medialen Dynamiken bis hin zum „Hype“ mit einer Abkehr von wissenschaftlicher Expertise auftreten: mangelnde Transparenz zentraler Entscheidungen, eine unzureichende Thematisierung der Unsicherheit der Expertenurteile sowie eine mangelnde Flexibilität bei der Anpassung ergriffener Maßnahmen an die in der Realität beobachteten Risikolagen. Werden solche Grundsätze in der künftigen Risikokommunikation beachtet, könnte dies langfristig öffentliches Vertrauen in Expertise sichern helfen in Krisenfällen, in denen die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Expertise bedroht ist.

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