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28.04.2017 | Direkte Antikoagulanzien | Klinische Pharmakologie | Ausgabe 9/2017

Der Anaesthesist 9/2017

Management von Blutungen unter Therapie mit direkten oralen Antikoagulanzien

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 9/2017
Autoren:
MPH PD Dr. Dr. med. O. Grottke, H. Lier, S. Hofer

Zusammenfassung

Die Einführung der „nicht-Vitamin-K-abhängigen“, direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) bewirkte eine Vereinfachung der thrombembolischen Prävention für die Patienten. Auf ärztlicher Seite herrscht allerdings zum einen immer noch eine große Unsicherheit im Rahmen des prä- und postoperativen Ab- und Wiederansetzens der Antikoagulation. Zum anderen erfordern Blutungen unter DOAK-Therapie spezifische Kenntnisse hinsichtlich diagnostischer und therapeutischer Optionen.
Bisherige Therapiestrategien basierten vornehmlich auf Expertenempfehlungen und waren im Rahmen von Plasmasubstitution oder der Verwendung von Faktorenpräparaten relativ unspezifisch. Zudem muss davon ausgegangen werden, dass bei der Verwendung von prokoagulatorischen Substanzen, wie Prothrombinkomplex-Konzentrat (PPSB), das thrombogene Risiko nach erfolgter Therapie potenziell ansteigt. Ein neuer Ansatz resultiert aus der Einführung von Idarucizumab, das als spezifisches, schnell wirkendes und gerinnungsinertes Antidot für den Thrombininhibitor Dabigatran zur Verfügung steht.
Die vorliegende Übersichtsarbeit soll einen Überblick über pharmakologische Daten, Möglichkeiten der Therapie DOAK-assoziierter Blutungen und spezifische Reversierungsmöglichkeiten geben.

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