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Vermehrung der roten Blutkörperchen im peripheren Blut.
Grundlagen
Physiologisch stellt sie einen ersten Schritt zur Adaptation an die Hypoxie beim Aufstieg in große Höhen dar. Auch Patienten mit ausgeprägter Hypoxämie bei „Restriktive Lungenerkrankungen“ weisen gehäuft eine Polyglobulie auf. Gleiches gilt auch für Patienten mit „Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung“ (COPD), vor allem, wenn sie zugleich eine Schlafbezogene Atmungsstörung haben. Unter Patienten mit „Obstruktive Schlafapnoe“ wurden in Fallserien in der Vergangenheit bei bis zu 10 % der Fälle eine Polyglobulie berichtet. Patienten mit „Schlafbezogene Hypoventilationssyndrome“ weisen unabhängig von der Art der pulmonalen Grunderkrankung besonders häufig eine Polyglobulie auf. Der Befund einer Polyglobulie sollte Anlass für die Bestimmung der Blutgase im Wachzustand, für die Durchführung einer Lungenfunktionsmessung und einer Langzeit-Pulsoxymetrie sein. Besteht gleichzeitig eine schlafmedizinische Symptomatik in Form von Hypersomnie oder Aufwachen mit Luftnot ist die unmittelbare „Messung im Schlaflabor“ mittels „Kardiorespiratorische Polysomnographie“ angezeigt. Infolge von Polyglobulie kann sich eine vitale Gefährdung der Patienten durch Verschlechterung der Mikrozirkulation und Thromboseneigung ergeben. Früher wurde häufig versucht, die Polyglobulie durch wiederholte Aderlässe zu behandeln, heute steht dagegen die Erkennung und Behandlung der zugrunde liegenden Gesundheitsstörung im Vordergrund, beispielsweise durch Einleitung einer Ventilationstherapie.
Siehe auch „Diagnostik der Schlafbezogenen Atmungsstörungen“.