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Der Hoesch-Test ist eine einfache, relativ sensitive Nachweisreaktion für Porphobilinogen im Urin und kann somit als Screeningverfahren (Suchtest) bei akuten hepatischen Porphyrien eingesetzt werden.
Beschreibung
Die von dem deutschen Internisten Kurt Hoesch (1890–1966) im Jahre 1947 publizierte Nachweisreaktion von Porphobilinogen im Urin beruht auf einer umgekehrten Urobilinogenreaktion: Zu 1 ml des modifizierten Ehrlich-Reagenz (2 g p-Dimethylaminobenzaldehyd in 100 ml 6 N HCL; Ehrlich-Probe) werden 1–2 Tropfen frischen Urins zugegeben, was nach Mischung an der Oberfläche bei Anwesenheit von Porphobilinogen (>5 mg/L) zu einer typisch leuchtenden, kirschroten Färbung führt. Andere Farbentwicklungen sind unspezifisch, eine Interferenz mit Urobilinogen liegt nicht vor. Die Sensitivität ist ähnlich der des Schwartz-Watson-Tests (Schwartz-Watson-Test), jedoch ist die Spezifität des Hoesch-Tests höher durch das Ausbleiben falsch positiver Reaktionen. Präanalytisch muss das Untersuchungsmaterial kühl und lichtgeschützt gelagert werden. Der qualitative Suchtest ist heute nur noch ausnahmsweise in Gebrauch und durch differenzierte Analytik der Porphyrine und des Porphobilinogens (Porphobilinogen) ersetzt.
Literatur
Hoesch K (1947) Über die Auswertung der Urobilinogenurie und die umgekehrte Urobilinogenreaktion. Dtsch Med Wochenschr 72:704–705CrossRefPubMed
Lamon J, With TK, Redeker AG (1974) The Hoesch test: bedside screening for urinary porphobilinogen in patients with suspected porphyria. Clin Chem 20(11):1438–1440PubMed