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Publiziert am: 19.09.2017
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Ionenaustauschchromatographie
Verfasst von: T. Arndt
Ionenaustauschchromatographie
Synonym(e)
Anionenaustausch-Chromatographie; Kationenaustausch-Chromatographie; Ionenchromatographie; IC
Englischer Begriff
ion exchange chromatography; anion exchange chromatography; cation exchange chromatography; IC
Definition
Eine Form der Flüssigkeitschromatographie, die zur Analyse von Substanzen, die als Ionen vorliegen, eingesetzt wird.
Beschreibung
Die Trennung der Probenbestandteile beruht auf elektrostatischen Wechselwirkungen der Analyte mit der stationären Phase (Stationäre Phase). Diese enthält über eine Abstandsgruppe kovalent an eine polymere Matrix gebundene ionische Gruppen (z. B. -SO3– Na+, -N+R3Cl–). Während des Ionenaustauschprozesses werden die Gegenionen von der Oberfläche der stationären Phase (z. B. Na+ oder Cl–) gegen Analytionen (z. B. Katecholamine oder 5-Hydroxyindolessigsäure) ausgetauscht. Damit wird der Analyt aus der Probenmatrix abgetrennt und gleichzeitig auf der Ionenaustauscheroberfläche angereichert. Durch anschließende Elution mit einem Ion stärkerer Affinität zum Ionenaustauscher oder deutlich höherer Konzentration werden die Analytionen eluiert und bei Eintreffen im Detektor detektiert. Dabei bewirkt eine starke Affinität der Analytionen zu den ionischen Gruppen der stationären Phase eine lange Elutionszeit.
Unter Berücksichtigung der Ladung der ausgetauschten Ionen spricht man auch von Kationenaustausch-Chromatographie und Anionenaustausch-Chromatographie.
Werden anorganische Ionen getrennt und z. B. mit Leitfähigkeitsdetektoren nachgewiesen, bezeichnet man dies auch als Ionenchromatographie (IC).
Literatur
Unger KK (Hrsg) (1989) Handbuch der HPLC. Teil 1 Leitfaden für Anfänger und Praktiker. GIT Verlag GmbH, Darmstadt