Sie können Operatoren mit Ihrer Suchanfrage kombinieren, um diese noch präziser einzugrenzen. Klicken Sie auf den Suchoperator, um eine Erklärung seiner Funktionsweise anzuzeigen.
Findet Dokumente, in denen beide Begriffe in beliebiger Reihenfolge innerhalb von maximal n Worten zueinander stehen. Empfehlung: Wählen Sie zwischen 15 und 30 als maximale Wortanzahl (z.B. NEAR(hybrid, antrieb, 20)).
Findet Dokumente, in denen der Begriff in Wortvarianten vorkommt, wobei diese VOR, HINTER oder VOR und HINTER dem Suchbegriff anschließen können (z.B., leichtbau*, *leichtbau, *leichtbau*).
Der Pentagastrin-Magensäure-Sekretionstest ist ein Funktionstest zur Erkennung einer Störung der Magensäuresekretion.
Durchführung
Nach Legen einer Magensonde wird über eine Stunde das Magensekret abgesaugt und in 4 Portionen von jeweils 15 Minuten aufgefangen. Das Volumen der einzelnen Fraktionen wird gemessen, und aus einem Aliquot jeder Fraktion wird durch Titration mit 0,01 N NaOH die mEq-Menge an HCl errechnet. Durch Summation der 4 Fraktionen wird die basale Säuresekretion (BAO) in mEq/h ermittelt. Anschließend erfolgt die s.c. Injektion von 6 μg Pentagastrin pro kg KG. Analog zur basalen Säuresekretion wird die maximale Säuresekretion (MAO) ermittelt.
Struktur
Pentagastrin ist ein synthetisches Analogon von Gastrin, das den C-terminalen Anteil (5 Aminosäuren) des Gastrinmoleküls enthält.
Molmasse
Pentagastrin: 768 g.
Funktion – Pathophysiologie
Pentagastrin bewirkt über spezifische Rezeptoren auf enterochromaffinen Zellen die Freisetzung von Histamin, das seinerseits über H2-Rezeptoren der Parietalzellen die Säuresekretion stimuliert.
V. a. Störung der Magensäuresekretion, Ausschluss einer Achlorhydrie bei Magenulkus (chronisch atrophische Gastritis); V. a. Zollinger-Ellison-Syndrom.
Interpretation
Achlorhydrie: BAO und MAO <1 mEq/h.
Hypochlorhydrie: BAO <3 mEq/h bzw. MAO <10 mEq/h.
Hyperchlorhydrie: BAO >7,4 mEq/h und MAO >12 mEq/h; PAO >45 mEq/h (Frauen) bzw. BAO >12 mEq/h und MAO >50 mEq/h; PAO >60 mEq/h (Männer).
Literatur
Goldschmidt M, Feldman M (1997) Gastric secretion in health and disease. In: Sleisenger MH, Fordtran JS (Hrsg) Gastrointestinal disease, Bd 1. Elsevier, New York, S 524–544
Metz DC, Starr JA (2000) A retrospective study of the usefulness of acid secretory testing. Aliment Pharmacol Ther 14:103–111CrossRef