Sie können Operatoren mit Ihrer Suchanfrage kombinieren, um diese noch präziser einzugrenzen. Klicken Sie auf den Suchoperator, um eine Erklärung seiner Funktionsweise anzuzeigen.
Findet Dokumente, in denen beide Begriffe in beliebiger Reihenfolge innerhalb von maximal n Worten zueinander stehen. Empfehlung: Wählen Sie zwischen 15 und 30 als maximale Wortanzahl (z.B. NEAR(hybrid, antrieb, 20)).
Findet Dokumente, in denen der Begriff in Wortvarianten vorkommt, wobei diese VOR, HINTER oder VOR und HINTER dem Suchbegriff anschließen können (z.B., leichtbau*, *leichtbau, *leichtbau*).
Publiziert am: 19.09.2017
Bitte beachten Sie v.a. beim therapeutischen Vorgehen das Erscheinungsdatum des Beitrags.
Pharmakokinetik
Verfasst von: T. Arndt
Zusammenfassung
Pharmakokinetik
Englischer Begriff
Pharmacokinetics
Definition
Die Pharmakokinetik befasst sich mit den Konzentrationsveränderungen von Pharmaka im Organismus in Abhängigkeit von der Zeit.
Beschreibung
Dabei geht es um die Fragen, wo und wie schnell ein Arzneistoff resorbiert, im Organismus verteilt und von diesem modifiziert und eliminiert wird. Wichtige pharmakokinetische Parameter sind die Bioverfügbarkeit (d. h. der prozentuale Anteil des verabreichten Pharmakons, der für systemische Wirkungen verfügbar ist), das Verteilungsvolumen (d. h. der Quotient aus der im Organismus vorhandenen Menge eines Pharmakons und seiner Plasmakonzentration), die totale Clearance (Clearance, totale; d. h. der Proportionalitätsfaktor zwischen Ausscheidungsgeschwindigkeit und der Plasmakonzentration oder das pro Zeiteinheit von einem Pharmakon befreite Blutvolumen in mL/min) und die Halbwertszeit (d. h. jene Zeit, in der die Konzentration eines Pharmakons in der Zirkulation um die Hälfte abnimmt, auch Plasmahalbwertszeit oder Eliminationshalbwertszeit genannt).
Zur Abschätzung des zeitlichen Verlaufs einer Pharmakonkonzentration im Blut kommen Modelle aus der chemischen Kinetik (z. B. Kinetik 1. Ordnung und Kinetik 0. Ordnung, s. Lehrbücher der Chemie oder Pharmakologie) sowie sog. Kompartimentmodelle (Einteilung des Organismus in verschiedene Verteilungsräume, s. Lehrbücher der Pharmakologie) zum Einsatz.
Von der Pharmakokinetik abzugrenzen ist die Pharmakodynamik, die die Wirkung eines Pharmakons auf den Wirkort (Organismus) beschreibt.
Literatur
Aktories K, Förstermann U, Hofmann F, Starke K (Hrsg) (2005) Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 9. Aufl. Elsevier Urban & Fischer, München/Jena
Mutschler E (1996) Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie, 7. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart