Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
C. Vidal und W. -R. Külpmann

Propyphenazon

Propyphenazon
Englischer Begriff
propyphenazone
Definition
Nichtsteroidales Antiphlogistikum, Antipyretikum und Analgetikum.
Struktur
Strukturformel:
Molmasse
230,31 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Die Resorption nach oraler Gabe erfolgt rasch und vollständig. Die Substanz wird in geringem Maße (<10 %) an Proteine gebunden. Die Metabolisierung erfolgt vorwiegend hepatisch, die Ausscheidung geschieht über den Harn.
Halbwertszeit
Ca. 1,5 Stunden (Plasma).
Funktion – Pathophysiologie
Propyphenazon wird eingesetzt bei Fieber und leichten bis mittelschweren Schmerzen. Nach Gabe von Propyphenazon werden gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl und Erbrechen beobachtet.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Serum (S), Plasma (P), Urin.
Analytik
HPLC, GC-MS, LC-MS/MS.
Indikation
Verdacht auf Intoxikation.
Interpretation
Therapeutischer Bereich (S, P): 3–6 mg/L; toxisch: >6 mg/L; komatös-letal: unbekannt.
Literatur
Demex®. Stand der Information 06/2003. In: FachInfo-Service. Rote Liste Service GmbH, Berlin
König H, Hallbach J (2009) Nonopioid analgesics and antirheumatics. In: Külpmann WR (Hrsg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 189–214