Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
W. G. Guder

Schwangerschaftstest im Urin

Schwangerschaftstest im Urin
Synonym(e)
Choriongonadotropintest im Urin; hCG-Test
Englischer Begriff
gravidity test in urine; human chorionic gonadotropine test in urine
Definition
Verfahren zum Nachweis von humanem Choriongonadotropin (Choriongonadotropin, humanes) >10 IE/L.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Humanes Choriongonadotropin (Choriongonadotropin, humanes) ist ein Glykoproteohomon mit einer Molmasse von 36–40 kDa, das wie die hypophysären Gonadotropine aus 2 Untereinheiten aufgebaut ist, von denen die α-Einheit der des Lutropins (Luteinisierendes Hormon) gleich ist und die β-Kette spezifisch für CG ist. Es wird in den Synzytiotrophoblasten der Plazenta gebildet und in das mütterliche Blut abgegeben. Dort wird es in der freien Form in den Primärharn filtriert, bei der Rückresorption abgebaut und nicht resorbiertes Hormon im Urin ausgeschieden, wo es ab der ersten Woche nach Konzeption nachweisbar wird.
Funktion – Pathophysiologie
Konventionelle Einheit
Qualitativ als „+“ oder „–“.
Referenzbereich – Frauen
Negativ, ab 2. Woche nach Empfängnis positiv. Quantitative Werte im Plasma Choriongonadotropin, humanes
Diagnostische Wertigkeit
Literatur
Stieber P, Schalhorn A (2009) Malignes Wachstum. In: Guder WG, Nolte J (Hrsg) Das Laborbuch in Klinik und Praxis, 2. Aufl. Elsevier/Urban und Fischer, München