Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
A. M. Gressner und O. A. Gressner

Sterkobilin(ogen)

Sterkobilin(ogen)
Englischer Begriff
stercobilin; stercobilinogen
Definition
Sterkobilinogen gehört als lineares, farbloses Tetrapyrrol zur Gruppe der Urobilinogene, die im Intestinum durch mikrobielle enzymatische Reduktion des Bilirubins entstehen.
Beschreibung
Das von der Leber mit der Galle in das Darmlumen ausgeschiedene konjugierte Bilirubin wird im Darm mikrobiell zu den Urobilinogenen (Urobilin(ogen)) reduziert, unter denen Sterkobilinogen ein Vertreter ist. Im Kolon erfolgt dessen Oxidation zum Sterkobilin, das für die orange-braune Farbe des Stuhls (mit)verantwortlich ist (tägliche Ausscheidungsmenge ca. 100–200 mg, Abb. 1).
Literatur
Greiling H, Gressner AM (Hrsg.) Lehrbuch der Klinischen Chemie und Pathobiochemie, 3. Auflage, 1995, Schattauer, Stuttgart, New York.