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5. Neurobiologisch e und psychobiologische Faktoren der Chronifizierung und Plastizität

  • 2017
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Chronifizierung beruht auf plastischen Veränderungen des Nervensystems, die alle Ebenen betreffen und durch Lern- und Gedächtnisprozesse entstehen. Bei chronischem Schmerz sind die Patienten für schmerzhafte, aber auch nicht schmerzhafte Reize empfänglicher und weisen eine verstärkte Schmerzverarbeitung auf. Eine Rolle spielen nicht deklarative (z. B. Sensibilisierung, operante und klassische Konditionierung oder Priming) sowie deklarative Lernprozesse (z. B. autobiografisches Gedächtnis, Modelllernen). Affektive und kognitive Faktoren können zusätzlich Gedächtnisprozesse und die Neuroplastizität modulieren. Die dysfunktionale Verarbeitung von verstärkenden Reizen scheint bei Patienten mit chronischen Schmerzen eher die Extinktion schmerzbezogener Veränderungen als deren »Erlernen« zu betreffen. Daher zielen therapeutische Interventionen auf das Erlernen schmerzinkompatibler Verhaltensweisen, den Abbau von Schmerzverhalten sowie den Aufbau alternativer Verhaltensweisen ab.
Titel
Neurobiologisch e und psychobiologische Faktoren der Chronifizierung und Plastizität
Verfasst von
Prof. Dr. Dr. hc. Dipl.-Psych. H. Flor
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-50512-0_5
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Defibrillation Herzkreislaufstillstand/© Pixel_away / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS)/© Thomas Staudinger / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Ältere Frau mit schmerzender Hand/© Evrymmnt / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Infusionen/© sudok1 / stock.adobe.com